Eigentlich kommt dEUS ja aus der Alternativecke, was sie auch mit ihren ersten Alben stets bewiesen. Auch "The ideal crash" gehört noch dazu, doch es "lärmt" nicht mehr, sondern es "harmoniert". Und zwar dermassen gut, dass du nach dem ersten Hören bereits sprachlos dasitzt und dich fragst, wieso um alles in der Welt diese Band keinen grösseren kommerziellen Erfolg erreicht hat. Käme die Band aus England, wäre sie mit Sicherheit als die grösste Hoffnung Ende des letzten Jahrtausends gepriesen worden. Doch Belgien? Wen interessiert das?
Der Frontmann Barman, Musiker und Filmemacher, welcher seine Mitmusiker auch mal öfters auswechselt, hat sich zur Aufnahme dieses Albums unter anderem 2 Studios in Spanien angemietet, davon eines in einer der schönsten Städte Andalusiens, nämlich in Ronda. Die künstlerische Schönheit dieser Stadt scheint ihn sehr positiv inspiriert zu haben, denn die Songs klingen zwar irgendwie alle traurig, besitzen aber auch alle eine positive Grundstimmung, welche dem Hörer mitteilt, dass es im Leben immer voran geht und sich letztendlich alles zum Guten wendet, wenn man es nur will.
Am meisten erinnert uns noch "Put the freaks up front" an die alten dEUS. Den Rest des Albums jetzt einzeln aufzuzählen macht keinen Sinn. Es gibt keinen schlechten Song auf der Platte. Herausstechen tun vielleicht noch "One advice, Space" oder "Dream sequence, Number 1". Doch das ist nur meine Meinung, jeder findet wahrscheinlich andere Songs unter seinen Favoriten. Und die Stärke des Albums ist zweifellos dessen Homogenität. Selten hab ich ein so ausgewogenes Album gehört.
Trotz seines Alters von mittlerweile 9 Jahren ist dies eine klare Kaufempfehlung.