Es gibt wenige Augenblicke in meinem Leben, in denen ich Menschen und Ideen begegnet bin, die mein Leben so veraendert haben, dass ich danach jemand anderes war. Wenn ich zuruecksehe, hat jeder von ihnen mir einen neuen Blickwinkel auf das Leben ermoeglicht.
Und so duenn dieses kleine Gedichtbaendchen auch sein mag: Es gehoert dazu.
Es ist ein Gedicht in 8 "fits", in dieser Ausgabe mit langem Kommentar zu einzelnen Begriffen, mit Einleitung und Abhandlung im Schlussteil.
Ein Gedicht, dass die Geschichte einer Jagd auf den "snark" erzaehlt. Der "snark" ist jenes ominoese, nicht greifbare Etwas, das die Maenner, die sich auf dem Schiff zusammengefunden haben, in Aufregung versetzt, aber auch Angst erzeugt. Das Schiff landet an einer Insel und die Maenner stroemen aus, den "snark" auf eine bestimmte unvergessliche Weise zu fangen. Ein jener von ihnen wird im Auge der Bedrohung eine andere existentielle Erfahrung machen.
Neben der Szene, in der der "Butcher" dem "Beever" in zwei Stunden mehr erklaert, als dieser in einem Leben haette lernen koennen, neben der wunderbaren Szene, in der der Onkel des "Bakers" diesem vom "snark" erzaehlt - fand ich es auch einfach genial, dass Lewis Carroll, der auch der Verfasser von "Alice im Wunderland" ist, dieses ganze Gedicht begann, weil ihm auf einem Spaziergang die Zeile in den Sinn gekommen war:
For the snark was a Boojum, you see?
Was ein snark ist und was ein Boojum, das war fuer den Schoepfer neuer Worte und den Denker surrealistischster Geschichten noch zu erarbeiten.
Das Gedicht ist so voll von geistreichem Humor, die Bilder von Holiday dazu, die man in dieser Ausgabe wunderbar abgedruckt hat, unterstuetzen den gespenstisch-maerchenhaften Ausdruck.
Ein wunderbares Gedicht, das die Augen oeffnet und das Herz erfrischt, das den Geist aufruettelt und ein warmes Gefuehl von Dankbarkeit erzeut. So jedenfalls ging es mir.
Sehr kennenswert.