Der Inhalt:
Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Washinton Irving - Sleepy Hollow. Und genau hier lebt Abbey. Ihr Leben war perfekt. Sie hat eine Vorliebe für die Herstellung von Parfüm und verbringt die meiste Zeit mit ihrer besten Freundin Kristen. Sie meint, alles von Kristen zu wissen. Doch dann stirbt Kristen und nichts an Abbeys Leben ist noch perfekt. Keiner kann den Tod von Kristen klären. War es ein Unfall, war es Selbstmord. Abbey glaubt nicht an einen Selbstmord, dafür kennt sie Kristen zu gut. Doch dann findet sie Tagebücher von Kristen und Abbey hat das Gefühl, ihre Freundin nie gekannt zu haben. Abbey ist kurz davor, in ein tiefes Loch zu fallen, doch dann taucht Crispin auf und bringt ihr ein Licht in dunkle Zeiten. Abbey verliebt sich in Crispin, doch auch er scheint nicht zu sein, was er vorgibt.
Meine Meinung:
Bevor ich das Buch angefangen habe zu lesen, habe ich einige herabwertende Rezensionen gelesen, die mich doch arg verunsichert haben. Zumal es nicht gerade ein dünnes Buch ist. Und doch habe ich beim Lesen mal wieder feststellen müssen, wie unterschiedlich Geschmäcker doch sind.
Ich war ganz gefangen in dieser schönen Geschichte, die sich um das Dörfchen Hollow und seine Einwohner dreht. Es machte mich traurig zu sehen, wie unglücklich Abbey über den Tod ihrer besten Freundin war. Die Autorin verstand es auf wundervoll einfühlsame Weise zu schildern, was in Abbey vorgeht und wie sie versucht, mit der Situation klarzukommen. Ebenso toll fand ich, daß durch die Worte der Autorin der Ort Hollow und vor allem wichtige Punkte wie der Friedhof oder die Brücke vor meinem Augen zu Bildern wurden. Die Autorin streut viele wichtige Details geschickt in die Geschichte ein, so daß für mich keine Fragen offen bleiben und ich wirklich ins Buch abtauchen konnte.
Toll fand ich die Entwicklung zwischen Abbey und Crispin. So zart, so vorsichtig. Und auch Crispin zählt in diesem Buch zu meinen Favouriten, obwohl gerade das weiche Wesen, das er an den Tag legt von vielen als nicht so schön empfunden wurde. Mir persönlich gefiel das wunderbar. Ich mag diese Softies irgendwie :)
Auch sehr gut gefallen hat mir Abbeys Vorliebe für die Geschichte ihrer Stadt und dem Friedhof, wo Irving begraben liegt. Ihre Besuche dort, ihre Unterhaltungen und ihre Begegnungen mit Nicholas und Katy fand ich auch sehr bezaubernd. Aber auch Abbeys Bemühungen, wieder in das normale Leben von Schule, Alltag und Nebenjob zu gelangen, fand ich sehr schön dargestellt. Man konnte ihre Bemühungen miterleben, hoffte, daß es ihr gelingen würde und war dann doch immer wieder mit ihr traurig, wenn es ihr mißlang. Und verstand es so gut.
Obwohl das Buch der erste Teil ist - der zweite Teil "The Haunted" wird im April 2011 erscheinen - ist das Buch in sich abgeschlossen. Das hat mir besonders gut gefallen. Es läßt nicht wirklich Fragen offen und könnte eigentlich auch als Einzelbuch stehen. Jedoch läßt es glücklicherweise auch noch Möglichkeiten für eine Fortsetzung und ich kann den April gar nicht erwarten.
Wer eine liebevolle Unterhaltung für gemütliche Stunden sucht, der ist bei diesem Buch bestens aufgehoben. Es hält so vieles bereit. Humor, Trauer, Liebe, Verbundenheit. Mir hat dieses Buch außerordentlich gut gefallen. Es ist für mich ein Buch, was ich bestimmt noch einmal lesen werde!
Was mich hier bei den Rezensionen doch geärgert hat, ist, daß es Leute gibt, die tatsächlich das Ende, bzw. die Auflösung eines Rätsels, verraten. Gut, daß ich diese Rezension erst nach dem Buch gelesen habe. Mir hätte es viel von der Spannung genommen. Ich finde das sehr schade!