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The Hitch: Geständnisse eines Unbeugsamen
 
 
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The Hitch: Geständnisse eines Unbeugsamen [Gebundene Ausgabe]

Christopher Hitchens , Yvonne Badal
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
  • Verlag: Karl Blessing Verlag (3. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896674145
  • ISBN-13: 978-3896674142
  • Originaltitel: Hitch 22 - A Memoir
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 220.153 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Man muss dieses Buch nicht lesen, aber dann würde man etwas versäumen. ...

Hitchens ist ein in sich geschlossenes System, aus dessen Paradoxie es kein Entrinnen gibt und das man, wenn man da einmal drin ist, nur mit Johnny Walker Black Label - dem Präparat seines Vertrauens - aushalten kann.

Seine Memoiren sind unerträglich egozentrisch. Aber Hitchens' Egozentrik besteht eben auch darin, spannend über andere zu reden. Bei allem amerikanischen Pathos hat er sich etwas von seiner elegant-amüsanten englischen Niedertracht bewahrt." (Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung )

"[Hitchens] konnte angreifen wie ein britischer Bullterrier und behielt trotzdem einen Sinn für die elegante Ironie eines Oscar Wilde. Niemals langweilen, das ist sein Motto, das war das Motto seiner Mutter, Hitchens bekam es so regelmäßig serviert wie andere Engländer den Porridge. ... The Hitch, das ist die Biografie eines Renegaten mit Prinzipien: gegen jeden Totalitarismus, für die Freiheit. Gegen den Glauben, für die Vernunft." (Thomas Hüetlin, Der Spiegel )

"Um den langen gewundenen Weg zwischen all diesen extravaganten Positionen, seinen vielfältigen literarischen und philosophischen Interessen und seiner persönlichen Geschichte zu beschreiben, war schon lange eine Autobiographie vonnöten. Doch bei der Lektüre von The Hitch geschieht Erstaunliches: Seine politischen und historischen Positionen lassen sich zwar zu einer Linie verbinden, die ist aber nicht die wichtigste in Christopher Hitchens' Lebensgeschichte. Es öffnen sich ganz andere Türen, etwa zum Schicksal seiner Mutter hin. Dieses wahrhaft herzzerreißende Kapitel umfasst nur fünfundzwanzig von über sechshundert Seiten, aber es verändert alles." (Nils Minkmar, Frankfurter Allgemeine Zeitung )

Kurzbeschreibung

The Hitch: das bewegte Leben eines der einflussreichsten und streitbarsten Denker

Ikonen von ihrem Sockel zu stürzen war ein Anliegen, das Christopher Hitchens mit der Nonchalance eines Salonlöwen und der Unerbittlichkeit eines Rottweilers verfolgte – wie seine Biografien über Mutter Teresa, Henry Kissinger und Bill Clinton beweisen. Mit "The Hitch" hinterfragte der Bestsellerautor, Journalist, Bonvivant und Provokateur seinen eigenen, fast schon ikonenhaften Status als „wahrscheinlich klügster Kopf seiner Generation“ (DIE WELT).

In seiner Autobiografie tritt „The Hitch” selbst ungeschminkt vor den Spiegel. Wie ein britischer Trotzkist, in der ersten Reihe der Vietnamkriegsgegner, nach dem 11. September die amerikanische Staatsbürgerschaft annimmt und bis heute zu den prominentesten und umstrittensten Befürwortern des Irakkriegs zählt. Wie der zum christlichen Glauben erzogene Sohn einer freigeistigen Mutter, die bis zu ihrem Selbstmord ihre jüdische Herkunft geheim hielt, seine atheistischen Ansichten zum Weltbestseller macht. Wie ein auf Kuba kaffeepflückender junger Linksintellektueller gegen das Establishment anstürmt und sich beim Cocktail mit Margaret Thatcher wiederfindet. „The Hitch” ist die Roadmap für ein Leben, das nichts, wirklich nichts ausgelassen hat.


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Nuria TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Wow. Klasse Buch. Christopher Hitchens soll schwer krank sein, wie ich unlängst las. Der Name war mir bekannt seit seinem Buch "God is not great", eine Abrechnung mit verschiedenen Kirchen, die Gott für sich okkupieren und den Menschen damit das Leben schwer machen. Ein englischer Journalist, bekannter Linker, der seit langer Zeit in Amerika wohnt, dort in den Talkshows den Menschen als Gast vertraut ist wie es das bei uns gar nicht gibt, als jemand, der immer gut für scharfe Sprüche ist, der gut argumentieren kann, schlagfertig ist, viel Humor hat. In den Staaten wurde Hitchens außerdem zur Persönlichkeit, weil er George W. Bush als Intellektueller in seinem Irankrieg unterstützt hat, was damals keiner erwartete.
Das Buch ist eine Autobiographie von Kindheit bis in unsere Tage. Zum Teil sehr intim, wenn er über die weit verbreitete Homosexualität in den Privatschulen Englands und seine eigenen Erlebnisse dabei spricht. Hitchens ist ein "Baby-Boomer", der in den 1960er Jahren die 1968er Bewegung live erlebt hat, damals als Mitglieder der Sozialistischen Internationale. Er war in Kuba in einem Camp der neuen Revolution, als die Russen in Tschechien einfielen, hat John Lennon um Spenden angebettelt, hangelte sich als Oxford-Student durch die Gerichtssäle mit antifaschistischen Protesten. Ein aufregendes Leben, das sich später fortgesetzt hat, als er als rasender Reporter die ganze Welt bereiste.
Das Interessante an dem Buch ist einerseits der Humor. Englischer Witz, wie es ihn kaum mehr gibt. Hitchens wurde als Offizierssohn ja noch zum Gentleman erzogen, und spielt damit. Dann ist da die Radikalität seines Denkens. Es ist das erste Mal, dass ich hier völlig gelassen und abfällig von John F. Kennedy sprechen hörte, mit Argumenten, die mich überzeugt haben. Es stimmt ja schließlich, dass Kennedy es aufgrund irgendwelcher Gründe bei der Cuba-Krise auf einen Atomkrieg ankommen ließ, der die Menschheit auslöschen hätte können. So gesehen war es aus der Sicht von Hitchens gar nicht so übel, dass Kennedys politische Karriere jäh endete. Diese Anmerkung, die ganz nebenbei fällt, ist ein gutes Beispiel für Hitchens' Neigung, gnadenlos offen und auch mal herzlos zu sein, auch mal überzuformulieren oder einer Pointe wegen ungerecht zu werden, um eine Wahrheit zu beleuchten. Marilyn Monroe, Camelot, all das bricht weg vor der Frage: Wie gut war Kennedy eigentlich? Wie gut ist ein Politiker, der mit dem Leben der Menschheit spielt?
Angenehme, abwechslungsreiche Lektüre. Es macht Spaß, Hitchens die letzten vier Jahrzehnte Revue passieren zu lassen und dabei einen neuen Blick auf Ereignisse der Weltgeschichte zu gewinnen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
An Christopher Hitchens scheiden sich die Geister und das nicht knapp. (Fast) Immer schon. Einer, der vor allem bekannt wurde dadurch, dass er ohne Respekt, ohne Ehrfrucht, vor allem ohne irgendeine Scheu sich 'verbeißt' in seine höchst kritischen Betrachtungen Prominenter. Und hier natürlich nicht 'irgendwelcher' B oder C Sternchen, sondern immer in die großen Kaliber, von Bill Clinton bis zu Mutter Teresa. Und wenn 'The Hitch' mit seinen 'Betrachtungsobjekten' fertig war, blieb selten ein Stein auf dem anderen, was die zuvor öffentliche Wahrnehmung und Meinung zu diesen Personen auch immer gewesen sein mag.

Einer, der nach dem 11. September 2001 aus Solidarität die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen hat, aber keinen Vertrag damit hat, in schneidender Schärfe seinen Atheismus literarisch dort auszubreiten.

Und nun legt er sein 'Vermächtnis' vor, sterbenskrank, dem Tod ins Auge schauend. Eine Lebensgeschichte, die vielleicht auch Wurzeln aufzeigt seiner Persönlichkeit. Vielleicht hat ja der 'Commander', sein Vater, jenes Stehvermögen ihm vermacht, dass ihn durchaus auch auszeichnet, was immer man von seinen Inhalten auch denken mag. Der Royal Navy Commander Eric Ernst Hitchens, kurz angebunden, klar und fest in seinen Überzeugungen, mit ebensolcher Vorliebe für 'harte Wässerchen' ausgestattet wie sein Sohn, 'The Hitch' hatte etwas von diesem Unbeugsamen 'gehen eines eigenen Weges'.

Oder auch das Erbe der prägenden Zeit der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, bei dem als Wahlspruch für Hitchens hängen blieb, dass es 'der Widerspruch ist, der Dich bei Verstand hält'. Und so, das wird aus seiner Autobiographie deutlich, schaut er sich die Welt einerseits aus den Augen eines Idealisten an, der durchaus formulieren kann, wie diese Welt sein müsste, damit er dazugehören kann (was er will) und, zum anderen, mit eben den kritischen Augen des Idealisten legt er beständig den Finger auf die Wunde dessen, was verhindert, dass er sich eingliedern, dazugehören könnte. Widersprüche, die er durchaus, das zeigt das buch, auch in seiner Person trägt. Seine klare Haltung für den Irak Krieg verhindert in keiner Form, dass er sich selber öffentlichkeitswirksam dem 'Waterboarding' unterzieht und damit in eindrucksvollen Bildern die Folterpraxis auch der amerikanischen Streitkräfte anprangert.

Was vor allem die Lektüre des Buches erhellend und anregend gestaltet, ist die Möglichkeit Hitchens, sich zu entwickeln. Er war nie jemand, der auf einmal gefassten Überzeugungen und Meinungen aus eigener Unsicherheit heraus beharrte, sondern hat durchaus Überzeugungen zu Zeiten auch verworfen und sich neuen Denkmustern gestellt. So manche der vermeintlichen Widerspräche in seiner Person und Haltung (beileibe natürlich nicht alle), lösen sich so während der Lektüre in ein 'Nacheinander' von Haltungen statt in eine 'Gleichzeitig' auf. Dass er dies alles in eine ironische, auch selbstdistanzierte, immer aber präzise beschreibende Sprache zu formulieren versteht, versteht sich fast von selbst bei einem, dessen 'schärfste Waffe' immer schon 'das Wort' war. Dessen Wurzeln aber in seinem Elternhaus, vor allem bei seiner Mutter und in seinen engen Bindungen, die er im Leben einging, zu finden waren. Eindrücke, die Hitchens ohne Verschleierungen im Buch mitteilt.

Interessant, teils intensiv legt Christopher Hitchens im Buch seine Überzeugungen, seine Entwicklungen, seine Prägungen und durchaus auch seine Respektlosigkeit vor, die faszinierend zu lesen sind und gibt zugleich tatsächlich Einblick in den privaten 'Hitch'.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Nachdem Christopher Hitchens im Juni 2010 seine Autobiographie veröffentlicht hat wurde kurz darauf bei Ihm Krebs diagnostiziert.
So beginnt er die Einleitung zu seinen Aufzeichnungen mit seinen Vorstellungen zum Sterben und dem Tod. Diese zeugen von realistischer Klarheit und ehrlichen Einsichten. Er ist und bleibt Atheist. Er hat nicht viel Zeit, denn im Dezember 2011 stirbt er und hinterlässt in der Intellektuellenszene bei Kollegen und Freunden eine schmerzliche Lücke.

Geboren 1949 und aufgewachsen in England genießt er eine vorzügliche Ausbildung, die ihm besonders seine Mutter erkämpft hat. Er besucht die besten Schulen und Universitäten des Landes. Beide Eltern werden von ihm in ihrer jeweiligen Eigenart liebevoll gezeichnet. Die Mutter hat ihm lebenslang ihre jüdische Herkunft verheimlicht und ging zuletzt sehr eigenwilliger Wege, die mit ihrem ungewöhnlichen Tod enden. Der Vater, ein ehemaliger Offizier der Royal Navy, schlägt sich bis zum Ende seines Lebens wacker durch.

Hitchens ist ein bissiger, ironischer und sehr witziger Beobachter der Weltgeschichte der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Fast zu allem und jedem hat er etwas zu sagen und folgt niemals dem allgemeinen Mainstream. Er setzt sich im Gegenteil unbestechlich mit den moralischen und rechtlichen Fragen der politischen Vorkommnisse in seinem und unser aller Leben auseinander. In schneller Folge skizziert er Schulzeit und Universitätsstudium und hat ein Auge auf die englische Gesellschaft mit ihrem Upper Class feeling. Fast sieht es so aus, als wäre ihm ein kritisches Gen eingepflanzt, mit dem er Recht von Unrecht zu unterscheiden vermag. Politiker gleich welcher Couleur sind seinem scharfen analytischen Blicken ausgesetzt, und er bringt seine kritischen Einsichten unbeleckt von Konvention und Form zum Ausdruck. Zahlreiche uns bekannte Politiker, die entscheidend die Politik Amerikas und Europas mit gestaltet haben, werden namentlich genannt und in ihren Funktionen teilweise heftig kritisiert. Hitchens sympathisiert mit Sozialisten, Kommunisten und Trotzkisten und geht erst nach dem Anschlag von 9/11 auf Distanz zu diesen.
Die Autobiographie gleicht einer Enzyklopädie der Geschichte und des gesellschaftlich-politischen Wandels in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Von der Frankfurter Schule über Herbert Marcuse zu D.H. Laing, dem bekannten englischen Antipsychiater, reichen seine zahlreichen Essays, in denen er alles und jedes hinterfragt. Er bekannte sich zur kubanischen Revolution, verkehrte in einschlägigen Intellektuellenkreisen und meldete sich unbestechlich überall zu Wort. Portugal, Spanien und Argentinien gehören ebenfalls zu seinen bevorzugten Reisezielen. Er berichtet für zahlreiche Magazine und Zeitschriften über die jeweiligen politischen Verhältnisse, bis er zuletzt Amerika zu seiner zweiten Heimat wählte.

In diesem umfassenden Werk lernt man aus berufenem Blick die spektakulären Ereignisse des letzten Jahrhunderts neu einzuschätzen. Das gelungene und kenntnisreiche Buch kann gleichsam als Vermächtnis eines leidenschaftlichen und engagierten Journalisten angesehen werden.
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