An sich hatte ich mir The Hills have Eyes 2 ja schon ohne Erwartungen geholt, aber selbst das wurde noch unterboten. Eine Nationalgarde, die hauptsächlich aus Teenagern besteht, stiefelt ebenso munter wie blind in der atomar verseuchten Gegend herum, in der die Die Familie Carter 1977 und 2206 von ziemlichen Mutanten abgeschlachtet worden war. Im Kino geht das auch zweimal.
Nur was 2006 bei Alexandre Aja noch relativ spannend und mit einigen Überraschungen ablief, ist mit dem neuen Regisseur Martin Weisz nur noch langweilig und absehbar. Selbst wenn es alles Teenies sind, die da Nationalgarde sein sollen, sind sie bewaffnet und sollten sich ihrer Haut auch ohne Waffen zu wehren wissen. Sie sind ja immerhin eine Art von Soldaten. Aber nein, auch hier können die Mutanten ungehindert metzeln. Wes Craven, der Autor beider Drehbücher scheint seine besten Tage schon hinter sich zu haben und das hätte mir auffallen müssen, als er allen Ernstes einen Dracula III (!) anbot. In The Hills have Eyes 2 hatte er das auch nicht ausgleichen können, völlig egal, ob das (Mach) Werk nun uncut ist oder für FSK 6 geschnitten, es ist ein Film, den man sich nicht antun sollte. Den Sammlern, die Wert auf Vollständigkeit legen, sei er ans Herz gelegt, aber Kinofreunde kommen hier definitiv nicht auf ihre Kosten, denn im Nachhinein stellt sich das ganze Werk nur als eine akustisch aufgepeppte alte Version von 1985 heraus!