"The Harp Of Burma" schildert in stimmungsvollen Bildern nicht den Schrecken des Krieges, sondern die menschlichen Seiten danach. Was passiert mit den Individuen? Wie verändern sich ihre Einstellungen? Großen Action-Radius erreicht dieses Drama glücklicherweise nie, sondern schöpft seine Spannung aus der Dynamik des Geschehens und den emotionalen Momenten. Die Töne der Harfe, die von dem talentierten Spieler Mizushima kommen, symbolisieren Leidenschaft und Trauer. Er ist nicht zufällig diese eine Person im Film, bei der sich Antriebskraft und Energie mit großer Gewissenslast und Verarbeitungsproblemen vermischen, so dass er nach der Kapitulation und der späteren Heimfahrtmöglichkeit nicht daran denkt nach Japan zurückzukehren bis die letzte Soldatenleiche in Burma unter der Erde liegt. Ebenfalls werden Themen wie Trennung und Freundschaft verarbeitet und daneben Individualismus und Kollektivismus veranschaulicht. Vor allem sind die letzten 30 Minuten sehr denkwürdig, weil sie die tiefen emotionalen Seiten, die der Film davor noch sehr gut versteckt hält, plötzlich und mit aller Konsequenz offenbaren. Zum Schluss gibt es kein Happy End, keine lachenden Gesichter. Jeder der Soldaten ist irgendwo im Kopf mit seiner und der Zukunft Japans beschäftigt. Und diese ist ungewiss.
Zur DVD: Die Bild- und Tonqualität ist zwar ziemlich gut, aber nicht herausragend. Da der Film jedoch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, kann man darüber hinwegsehen. Ein Kauf lohnt sich auf jeden Fall!