Da ich nach 20 Jahren als Vegetarier nun vegan lebe, habe ich mir in den letzten Monaten auch etliche vegane Kochbücher zugelegt. "The Happy Herbivore" ist mein absoluter Favorit: Die Rezepte sind nicht nur frei von tierischen Produkten sondern dazu auch noch gesund, d.h. vollwertig und fettarm (völlig ohne Verwendung von Margarine oder Öl) - was man den Gerichten aber in keiner Weise anmerkt. Im Gegenteil hat alles, was ich bis dahin daraus gekocht oder gebacken habe einfach nur in jeder Hinsicht hervorragend geschmeckt, ohne dass ich *irgendetwas* vermisst hätte.
Dazu kommt, dass die Zutatenlisten überschaubar sind und sich der Großteil der Zutaten leicht besorgen lässt, was das Kochen einfach macht. Unüblich für ein amerikanisches Kochbuch sind die vielen, gut aufgenommenen, Fotos, die Lust darauf machen, die Rezepte auszuprobieren: Aus keinem Kochbuch habe ich bisher so viele Rezepte innerhalb so kurzer Zeit nachgekocht!
Einziger Nachteil: Das Buch verwendet - logischerweise - amerikanische Maßangaben, so dass man etwas umrechnen muss, aber diese Hürde ist schnell überwunden (und einen Stern abziehen will ich dafür auch nicht, da es ja nicht Schuld der Autorin ist, dass man in Deutschland "Gramm" und "Milliliter" anstelle von "cup", "ounce" und "tablespoon" gewöhnt ist).