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Moviemans Kommentar zur DVD: Kein technisches, aber ein Genrehighlight mit sinnvollen Interviewpaket
Bild: Die recht junge Produktion grieselt etwas mehr als üblich für eine so aktuelle Produktion und bildet Blöcke, die sich sanft ruckelnd, vornehmlich in einfarbigen größeren Bildfeldern, bemerkbar machen (00.05.21). Langsame Kamerabewegungen sorgen für Einbußen bei der Darstellung von Details, z.B. Muster an der Wand bei 00.05.51). Die Farben bleiben weitgehend neutral, bzw. natürlich, mit einer stilistisch bedingten Sättigungsanhebung von Rotanteilen. Der Kontrastumfang ist gut und trennt auch in problematisch ausgeleuchteten Szenen noch sauber dunkle Hintergründe von getragener Kleidung im Vordergrund.
Ton: Die deutsche DTS-/ und DD-Tonspur klingen nahezu identisch. Unterschiede sind allenfalls im psychoakustischem Terrain auszumachen, was darauf schließen lässt, dass für die Erstellung des DTS-Tracks die ebenfalls vorliegende Dolbyspur verwendet wurde. Denn bei Verwendung eines DTS-Datenstromes zur Generierung der DTS-Tonspur auf der DVD müsste sich diese insbesondere in der Abbildungskraft von Effekten und Raumeindruck klar von der Dolbyspur absetzen. Sofern die DTS-Tonspur als Qualitätsmerkmal aufgespielt wird, sollte hier künftig über die Beschaffung eines entsprechenden DTS-Quelldatensatzes nachgedacht werden, um diesem Anspruch auch gerecht zu werden. Ansonsten wird bei The Grudge viel mit musikalischen Effekten gearbeitet, die sich über alle Kanäle ergießen. Die Sprachverständlichkeit ist gut, könnte jedoch noch ein wenig kräftiger insbesondere bei den männlichen Stimmen ausfallen.
Extras: Die B-Rolls (Blick hinter die Kulissen) sind mit 19 unkommentierten Minuten etwas langatmig. Dafür entschädigen sehr gute Interviews, in denen unter anderem Sarah Michelle Gellar daürber spricht, wie ungewohnt es für sie war, inmitten des laufenden Verkehrs in Japan zu drehen, während sie aus Hollywoodproduktionen umfangreiche Absperrungen gewohnt ist. Auch erfährt der geneigte Zuschauer, warum Sam Raimi für den Film den gleichen Regisseur, den gleichen Drehort und teilweise sogar die gleichen Darsteller für sein Remake nahm, anstelle das Ganze in Hollywood neu zu drehen. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Wie schon bei der Originalreihe übernahm bei dem von der einstigen Horrorikone Sam Raimi ('Spider-Man') produzierten und von dessen Ghost House Pictures gemeinsam mit Senator International - damals noch unter der Ägide von Hanno Huth - initiierten Remake Takashi Shimizu die Regie, für den 'The Grudge' nach zwei 'Ju-On'-Videopics und den beiden darauf basierenden Spielfilmen ('Ju-On: The Grudge' und 'Ju-On: The Grudge 2' sind in Deutschland lediglich als Videopremieren auf DVD erhältlich) bereits den fünften Eintrag in die von ihm verfasste Schauer-Saga darstellt. Für seine US-Version arbeitet er mit einem Drehbuch von Newcomer Stephen Susco, wobei Tokio als Spielort aufrechterhalten wurde. Statt einer japanischen Protagonistin ist jedoch 'Buffy'-Girl Gellar als Austauschstudentin Karen zur Stelle. Ihr Sozialpraktikum führt sie zum Haus einer bettlägrigen amerikanischen alten Dame, die zumeist nur katatonisch an die Decke starrt. Vom ersten Moment an hat Karen das Gefühl, dass in dem Haus etwas nicht stimmt. Sie hört seltsame Geräusche, findet einen im Schrank eingesperrten kleinen Jungen und sieht schließlich ein grauenvolles weibliches Gespenst (Takako Fuji aus dem Original) im Kabuki-Furien-Look, das an den Wänden entlang kriecht und die Patientin regelrecht zu Tode erschreckt. Karen kommt mit dem Leben davon und beginnt eigene Nachforschungen anzustellen, um dem tödlichen Rätsel auf den Grund zu gehen. Keine Sekunde zu früh, denn die übel meinende Präsenz scheint alle, die mit ihr in Kontakt gekommen sind, auch außerhalb des Geisterhauses zu verfolgen und an den Kragen gehen zu wollen.
Eine weitere Parallele zu 'Ring' ist das garstig grollende Gespenst. Nicht nur ist ihm zu Lebenszeiten ebenfalls ein unsagbares Unrecht widerfahren, sondern es verfügt auch über ähnliche Bewegungsmuster und über die gleichen langen, ins Gesicht hängenden schwarzen Haare. Eine Szene, in der es sich auf einem Sicherheitsmonitor manifestiert, ist geradezu eine Hommage an das Erfolgsvorbild. Noch ausgedehnter als bei seinem cineastischen Cousin wird die Story von 'The Grudge' in Rückblenden und zeitversetzten Puzzlestücken erzählt, womit dem hauchdünnen Plot zumindest ein Anschein von mehr Substanz verliehen wird. Regisseur Shimizu hat indes keine Schwierigkeiten, traditionelle Schockmomente einzubauen, die von dem innovativen Soundtrack mit einer breiten Palette an verstörenden Geräuscheffekten (wie dem gutturalen Schnarren der Furie) und kakophonischer Instrumentierung untermalt werden. Allerdings könnte ein Teil des 'Scream'- und 'Scary Movie'-geschulten Zuschauer angesichts all der typischen Horrorklischees (knarrende Fußböden, naives Hineintapsen in gefährliche dunkle Winkel, etc.) in unbeabsichtigte Erheiterung ausbrechen. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Doch der Horror geht über ihre Vorstellungskraft. Das Haus ist verflucht und lässt niemanden aus seinen mordenden Fängen entkommen...