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Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild bleibt leider nicht frei von Rauschen, was auch die Schärfewerte etwas beeinträchtigt, bzw. aufweicht. Akustisch ist da wesentlich mehr drin, da die Produktion nur so vor Effekten strotzt, die in wirklich ausgetüftelter Weise zum Einsatz kommen. Die Extras fallen äußerst hintergründig aus.
Bild: Das bewusst in kühlen Farbtönen gehaltene Bild (Grünstichigkeit, 00:05:57) bietet konturierte Ansichten, die allerdings von leichtem Rauschen belastet werden. So kommt es vor, dass in Einstellungen, die in der Nachbearbeitung härtere Kontraste verliehen bekommen haben, die Schärfe schon mal nachlässt oder sich leicht körniges Rauschen über Gesichter zieht (drei Mädchen, 00:06:17). Dabei finden sich ansonsten recht hoch auflösende Ansichten, vor allem was das Detail angeht (Struktur des Holzes an Tür, 00:07:07). Leider lassen sich neben dem feinen aber fast durchgängigen Rauschen (Himmel, 00:14:14) auch Kompressionsprobleme wie recht starkes Bildruckeln in Kameraschwenks feststellen (Schwenk durch Wohnzimmer, 00:13:34). Die meisten dieser Probleme ergeben sich nur in den weniger gut ausgeleuchteten Szenen. In dunklen Räumen lassen sich bisweilen keinerlei Schwarzabstufungen mehr ausmachen (Haar von Allison in Kammer, 00:11:31). Insgesamt kann das Bild dennoch aufgrund seiner stilistischen Eigenheiten wie den Farbstimmungen oder der Härte der Kontraste in Gruselszenen überzeugen.
Ton: Zahlreiche sehr feinfühlig abgemischte Soundeffekte kennzeichnen den akustischen Part der DVD. Musikstücke schmelzen dabei harmonisch in die Textur der synthetischen Effekte hinein, was einen sehr ausgewogenen Eindruck hinterlässt. In dieses feine Klanggewebe mischt sich immer wieder der Subwoofer hintergründig aber nicht erschlagend ein (Brummen, 00:07:12). Dabei wird natürlich nicht auf satte Schock-Effekte verzichtet. Die Atmosphäre wirklich tragender gestaltend fallen allerdings die subtilen, Spannung generierenden feinen Effekte wie Türknarren (hinten links, 00:12:08) aus, die sich wunderbar abwechslungsreich auf den ganzen Raum verteilen. Dabei bleibt in punkto Richtungsdynamik wirklich kein Wunsch offen. Die DTS-Fassung arbeitet hier noch ein kleines Stück breiter als die beiden ebenfalls saftigen 5.1-Mischungen. Die deutsche Synchronisation fällt etwas deutlicher und voluminöser aus, als es die Stimmen im Original tun, welche hin und wieder leicht von der Filmmusik überlagert werden (vgl. Stimme der Mutter bei 00:15:16 "Sie weiß worauf es im Leben ankommt"). Dennoch bietet das Original durchaus authentische und ein Stückchen mehr im Raum verhaftetet Sprachsignale an, die aber, wie in der deutschen Fassung etwas dünn bleiben und sich kaum aus dem Center heraus bewegen.
Extras: Die untertitelten und sehr hintergründigen Extras teilen sich folgendermaßen auf: "Die Entwicklung der Geschichte" (11:35 Min.) berichtet darüber, wie die Story entstand und dass der zweite Teil schon entwickelt wurde, bevor der erste gedreht war. Dabei kommen neben dem Regisseur auch die Produzenten zu Wort. Bebildert wird das Feature mit Film- und Storyboard-Ausschnitten. "Die Arbeit mit T. Shimizu" (13:18 Min.) portraitiert das besondere an der minimalistischen, mit Andeutungen arbeitenden Vorgehensweise des Regisseurs. "Die Darstellung der Grudge-Wesen" (10:15 Min.) zeigt die Verwandlung der Schauspieler zu Horrorgestalten durch Schminke und Special Effects. "Die Soundeffekte" (6:34 Min.) beschäftigt sich mit dem Design von Soundeffekten und dokumentiert die Arbeit im Tonstudio und in der Geräuschkammer. Es folgen die vier Deleted Scenes "Die Schranktüre öffnet sich" (2:31 Min.), "Itakos Film" (1:03 Min.), "Der Reisepass" (0:25 Min.), "Aubrey´s Traum" (2:25 Min.) sowie alternatives Ende und Epilog (6:08 Min.). Neben Darstellerinfos zu Sarah Michelle Gellar, AmberTamblyn, Arielle Kebbel und Jennifer Beals bietet die DVD noch den "besonderen Filmtipp" zu "Fantastic Four" (1:38 Min.) sowie eine Trailershow mit --movieman.de
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Die DVD: Die DVD befindet sich in einem schwarzen Amarary-Case, das beigefügte Einlegeblatt zeigt auf der Vorderseite das bekannte DVD-Cover und auf der Rückseite eine Übersicht der Kapitel sowie der Extras. Nach dem Anti-Raubkopierer-Werbespot "Nur Original ist legal", der sich nicht überspringen lässt, folgt der deutsche Trailer zu Fearless mit Jet Li. Nach dem Copyrighthinweis und dem Verleihvorspann gelangt man ins stimmig gestaltete Hauptmenü.
Das Bild: Das leicht grünstichige Bild wird von schwachem, nicht weiter störendem Hintergrundrauschen begleitet. An den Farben wie auch an der Schärfe gibt es nichts zu bemängeln, leichte Abstriche sind jedoch beim Kontrast zu machen: In den vielen dunklen Szenen wäre mehr Durchzeichnung wünschenswert gewesen. Bildfehler zeigen sich nur selten, die Kompression ist aber nur teilweise gelungen, was sich mehrmals in Blockrauschen (z.B. Krankenbettszene bei 20:01 min.) bemerkbar macht. Von einer Studioprodukion neueren Datums kann man durchaus mehr erwarten.
Der Ton: Hier kann Der Fluch - The Grudge 2 einiges an verlorenem Boden gut machen. Der breite, differenzierte Surroundklang mit seinen unzähligen direktionalen Effekten macht über die gesamte Laufzeit riesigen Spaß und wird Gruselfreunden einen Heimkinogenuss bescheren, der sich gewaschen hat. Zwischen den Dolby-Digital-5.1-Spuren und der DTS-Spur sind kaum Unterschiede auszumachen, wenngleich erstere ein wenig feiner und räumlicher aus den Boxen klingen.
Die Extras: - Die Entwicklung der Geschichte (ca. 11:34 min., OmU): Überraschend ehrliche Featurette, die auch die Streitigkeiten zwischen den Produzenten und Regisseur Takashi Shimizu über die Ausrichtung des Filmes anspricht. Interessant auch, dass man sich bereits während der Dreharbeiten des ersten Teils einigte, einen zweiten zu machen. Für Shimizu war jedoch die Grundvoraussetzung, dass es kein Remake seines originalen japanischen Ju-on: The Grudge 2 wird.
Informativ und ausreichend lang.
- Die Arbeit mit Takashi Shimizu (ca. 13:17 min., OmU): Dem Regisseur wird ausreichend auf die Schulter geklopft, wobei mehrmals betont wird, dass nur Shimizu als Regisseur für diesen zweiten Teil in Frage kam, weil er nun mal die Geschichte und die Mythologie dahinter erfunden hätte. In kurzen Interviewsegmenten sprechen Schauspieler und Macher dann auch über die Arbeit am Set und die vielen Streiche, die Shimizu mit seinem kruden Humorverständnis seinen Kollegen gespielt hat. Eine sympathische Angelegenheit.
- Die Darstellung der "Grudge"-Wesen (ca. 10:15 min., OmU): Fast zwei Drittel dieses Segments wird der beeindruckenden Performance von Takako Fuji alias Kayako Saeki gewidmet, die in allen bisherigen Grudge-Filmen die Rolle des furchteinflössenden weiblichen Geistwesens einnahm. Der kleine Geisterjunge Yokai Saeki wurde diesmal von Ohga Tanaka dargestellt, weil Yuya Ozeki mittlerweile zu groß geworden ist. Kurzweilige Featurette, das vor allem mit den skurrilen Fotografien Saekis punkten kann.
- Die Soundeffekte (ca. 6:33 Min., OmU): Hochinteressantes, doch etwas zu kurzes Segment über die wahnwitzige Arbeit des Sound-Departments.
- Deleted Scenes (ca. 13:00 Min., OmU): Vier Szenen, die der Schere zum Opfer gefallen sind und ein alternatives Ende plus Epilog. Letzterer bietet für Kenner ein interssantes Wiedersehen mit einer markanten Szene aus Ju-On: The Grudge 2.
Darüber hinaus gibt es noch Infos zu den Darstellern Sarah Michelle Gellar, Amber Tamblyn, Arielle Kebell und Jennifer Beals in Texttafelform sowie den besonderen Filmtipp, hinter dem sich der deutsche Trailer zu Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer verbirgt.
Im Hauptmenü wird noch eine Trailershow mit den Trailern zu Apocaypto, Resident Evil: Apocalypse, DOA: Dead or Alive, Lucky Number Slevin und Step Up angeboten.
Fazit: Horrorsequel mit zahlreichen Schockmomenten auf einer gutklassigen DVD, die vor allem mit ihrer großartigen Tonvorstellung und starken Extras punkten kann.
Michael Eminence Reisner