1972 war der Schweizer Charly Antolini in Europa als technisch brillanter und stilistisch eleganter Schlagzeuger bekannt. Auszusetzen gab es allenfalls etwas an dem Umstand, dass er sein Können weitestgehend im traditionellen - aber profitablen - Jazz-Umfeld einsetzte, - zum Zeitpunkt der Einspielung dieses Albums war er gerade Mitglied des Orchesters von Max Greger.
Die hier vorliegenden Aufnahmen, die sich kompositorisch zwischen Jazz, Rock und . diesen Begriff gab es damals noch nicht - Weltmusik bewegen, stellen das Schlagzeug stark heraus, wobei die solistischen Fähigkeiten der Mitmusiker in den Hintergrund treten müssen. Trotzdem setzen die Mitmusiker Glanzpunkte: Der variantenreiche Bass von Jean Warland, der Mund-modulierte Gitarrensound von Siegfried Schwab im afro-kubanisch angehauchten "Y Lugeo", die Orgel- und Percussion- Fills von Armin Rusch und Bernie Prock in "Handicraft" und die diversen Soli der Bläser Ark van Rooyen, Dusko Gojkovic, Heinz von Herrmann - dieser ist auch Komponist der Hälfte der Stücke auf diesem Album -, Herman Schoonderwald und Rudi Füsers seien hier genannt. Die Arrangements schrieben Heinz Kiessling (1,2), Dieter Reith (3,7) und Heinz von Herrmann.
Ein interessant zu hörendes Album in hervorragender Klangqualität.