Man könnte über dieses wunderbare Album so viel schreiben, ich machs mal kurz: "The great escape" ist vielleicht nicht Blur's bestes Album, jedoch nur deswegen, weil "13" vier Jahre später alle Dimensionen englischen Pops gesprengt hat - das war wahrhaftig '95 noch nicht absehbar. Unter den weniger abgehobenen LPs, die noch konventionelle Songschemata und die klassische Kombi Text-Melodie bemühen, ist die vorliegende aber definitiv diejenige mit den besten Tunes.
Und angesichts der traumhaften Sequenz 1-2-3-4-5-6-7-8-9-10-11, darunter Perlen wie Fade away, Charmless man, He thought of cars und It could be you oder dem ultimativen Testsong für diejenigen, die noch nicht wissen, worauf sie sich mit der Platte einlassen: The universal - angesichts dieser Sequenz ist es ja dann auch egal, dass Track 12 abfällt und 13-15 nur noch schale Beigaben sind. Zwischen Stereotypes und der tragenden Nummer des Albumkonzepts, Ernold Same, ist alles Pflicht.
Diese Kompositionen sind allesamt kongenial, zuletzt wunderbar eingängig, aber dabei von verschrobenen Akkorden durchbrochen und aufreizend verquer, kantig eingespielt.