Düster, dunkel, melancholisch und ausweglos scheint sie, die morbide Welt in die KATATONIA den willenlos hörigen Zeugen auf „Great Cold Distance“ mit Hilfe eines, auf schwebenden Grooves balancierenden „Leaders“, überaus stilvoll geleiten. Der Himmel wolkenbehangen, es regnet sinnflutartig, der hereingebrochene Herbst will nicht loslassen und dennoch, dort ganz hinten am Horizont sind erste Sonnenstrahlen zu sehen....wir werden überleben!
Nach Hilfe und Erlösung flehende Kompositionen, steril, unnahbar kühl und dennoch harmonisch, hoffnungsvoll und lebensbejahend. Ausgereifte Ohrwürmer voller extravaganter Klasse. Hypnotisch ohne Hektik. Jederzeit durchdacht. Unergründlich geheimnisvoll und doch so schlüssig. Große Melodien, kompositorischer Anspruch. Unergründlich musikalisches Spektrum stilvoll verpackt in perfekte Produktion und geniales Artwork.
Wehmütig flehende Kompositionen oberster Güte. Überragend, leidend, beeindruckend vorgetragen bei subtilen Ausnahmemomenten wie „Deliberation“, „My Twin“ oder „Increase“. Unantastbar avantgardistische Darbietung des ureigenen Sounds einer Band, deren unvergleichliche Kunst man für sich alleine stehen lassen muss. Kunst die man mit der Leichtigkeit einer ANATHEMA Schwermut, der Melancholie eines morbiden Keith Caputo, getragen von wabernden Grooves und emotional, einfühlsam, hypnotischer Virtuosität umschreiben kann, um ihr im selben Atemzug nicht gerecht zu werden. Reife, vielseitige Ohrwürmer die es zu entdecken gilt, extravagante Soundteppiche, umwoben von einer emotional einfühlsamen Stimme. Hoher Anspruch!
„The Great Cold Distance“, eine sanft zerbrechliche – fast unnahbare – Schönheit. Die Welt von KATATONIA scheint mehr denn je eine ganz eigene, in die man sich, jegliche Zügel und Schubladen loslassend, fallen lassen soll, die man entdecken, verstehen und genießen muss.
Selten standen sich Trauer, Schmerz, Schönheit und Hoffnung so nahe. Unantastbar. Einzigartig. Unverkennbar. Kalt und Hart. Es gibt Hoffnung. Traumhaft schön!