Kurzbeschreibung
Mit The Grass Is Always Greener meldet sich die Königin des luftig-versponnenen, poetischen Elektropop zurück. Und natürlich ist die Zeit nicht spurlos an ihrer Musik vorbeigegangen; eine vom Goethe-Institut initiierte Welttournee mit Maximilian Hecker und zahlreiche Kollaborationen mit Künstlern wie z. B. Robert Lippok und Bill Wells haben die neuen Stücke musikalisch hörbar beeinflusst. Das Album klingt erwachsen im besten Sinne des Wortes. Morgensterns unverkennbare Stimme trägt zu diesem Eindruck genauso bei, wie der wundervoll warme Klang des stets präsenten Pianos. The Grass Is Always Greener ist die Perfektion minimalistischer Eleganz. Auch inhaltlich verarbeitet die Berlinerin ihre auf der Welttournee gemachten Erfahrungen, sei es in Songs wie Die japanische Schranke, Mailand oder im Titeltrack, der von der weit verbreiteten Vorstellung handelt, woanders sei es immer besser.
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Auf dem Cover sieht man Morgenstern, wie sie eine wüst zusammengestückelte Wolkenkratzercollage hinter sich lässt, und sofort denkt man dabei an die postmoderne Stilvergessenheit des Potsdamer Platzes: goodbye Hauptstadthype. Morgenstern hat ihren Sound nicht nennenswert verändert. Immer noch verträumte Elektronik, introspektive Texte, Anknüpfungen an Chanson auf der einen Seite, an Techno auf der anderen. Wohnzimmerpop halt, nur dass mittlerweile nach Klischee klingt, was vor drei Jahren in seiner schonungslosen Intimität noch neu war. Aber wie der Vorgänger Nichts muss" ist auch The Grass is always greener" ein Album, das sich nicht sofort erschließt; Veränderungen sind bei Morgenstern im Detail versteckt. Zum Beispiel spielt die bislang prägende Vermona-Orgel nur noch eine Nebenrolle, wurde ersetzt durch Piano und aufwändige Elektronik. Auch fehlt der aktuellen CD das Maßlose, das Mäandernde, vielleicht auch das Raffinierte. Morgenstern ist konventioneller geworden. Eine Absage ans Hauptstädtisch-Aufgeregte. Ein kleiner, großer Wurf. (fis)
Produktbeschreibungen
THE GRASS IS ALWAYS GREENER