Jeder kennt Jennifer Aniston in komische Rollen, sei es Rachel aus Friends, oder als Jim Carrey's Freundin in Bruce Almighty.
In The Good Girl zeigt Jennifer Aniston das viel mehr in ihr steckt als Rachel. Wer die stets durchgestylte Schauspielerin Aniston erwartet wird gestaunt sein in diesem Film, wie wandlungsfähig Jennifer sein kann.
Aniston spielt Justine, eine Frau gefangen in einem Supermarkt-Job ohne Zukunftsperpektive und in einer Ehe, mit Phil, der am liebsten auf dem Sofa Joints raucht. In der Arbeit lernt Justine Holden kennen, der eigentlich Tom heißt sich aber selbst nach Holden Caufield ( Der Fänger im Roggen) benannt hat. Holden (brilliant gespielt von Jake Gyllenhaal) hat einige Probleme mit seinem Leben, er hat das College verlassen, möchte Schriftsteller werden und neigt zu Depressionen. Dennoch fühlt sich Justine zu ihm hingezogen, er bringt Abwechslung in ihren tristen Alltag und die beiden beginnen eine Affaire miteinander. Doch es geht nicht lange gut, denn Bubba, ein Freund ihres Ehemann's entdeckt die beiden und Justine muß sich entscheiden zwischen ihrer Ehe und dem jungen Holden.
In der amerikanischen Presse wurde The Good Girl als Komödie eingestuft, doch ich würde es mehr als ernster Film mit einigen komischen Szenen beschreiben. Auf jeden Fall eine wohlstuend erfrischende Abwechslung für alle, die genug haben von action-überladenen Filmen und einen Film mit beeindruckenden schauspielerischen Leistungen und guten Dialogen suchen.