Vorschusslorbeeren gab es für das Trio Sky Larkin aus Leeds schon reichlich. Mit ihrem Free Download von "Molten", YouTube-Videos und Livedates im Conor Oberst-Vorprogramm macht sie die Indierock-Fraktion neugierig. Seit 2005 laufen sie sich schon warm und jetzt ist es endlich soweit: der erste Longplayer steht in den Regalen der Musikalienhändler und bald auch in euren CD Regalen. Das Debütalbum wurde in Seattle unter der Regie von Produzent John Goodmanson, dessen vielversprechendes Portfolio Namen wie Sleater Kinney, Bikini Kill, Nada Surf und Los Campesinos beinhaltet, aufgenommen. Das Resultat: feiner Indie-Gitarrenpop.
Los geht es mit dem Kracher "Fossil, I" den man auf You Tube schon länger bewundern kann. Es folgen 11 weitere Kracher, darunter natürlich auch die Singletracks "Molten" und "One Of Two". Die Songstrukturen folgen nicht dem üblichen Schema - Strophe, Bridge, Refrain - sondern vollziehen mindestens eine überraschende Wendung. Dabei wirken Sky Larkin niemals angestrengt und die Wendungen auch nicht zwanghaft Inszeniert. Auch die Gesangsstrukturen von Katie Harkin verlaufen anders als gewohnt. Da wird angedeutet, verworfen und trotz zweimaligen Blinkens erst die dritte Ausfahrt genommen. Das Ergebnis klingt erfrischend, seltsam postromantisch und kurzweilig. Nachteil der Platte: es gibt kaum verwertbare Ohrwürmer, trotz mehrmaligen hörens.