henry james ist nicht unbedingt mein lieblingsautor..und ich finde auch nicht, dass sich seine geschichten besonders gut zum verfilmen eignen..
the golden bowl gibt an sich als geschichte nicht sehr viel her. der film lebt hauptsächlich durch die subtilen mimik - und gestikspiele seiner grandiosen schauspieler. der zuschauer muss die dreiecks-story um die reiche, naive, herzensgute maggie, ihren ehemann, einen veramten, römischen adeligen und um eine ihrer ältesten freundinnen, sehr gut beobachten - denn bei dieser geschichte sagt ein blick oder eine veränderte stimmnuance mehr als tausend wörter! in der deutschen version kommen diese feinheiten allerdings leider nicht so sehr zur geltung und der film wirkt stellenweise etwas langatmig. daher würde ich empfehlen, sich die durchaus gelungene englische version anzusehen, die durch die wunderschöne, prächtige kulisse und die fantastischen schauspieler sehr sehenswert ist!
die dvd selbst weist leider nur wenige extras, wie biographien und filmographien der schauspieler, sowie interviews auf.