Ein Review auf "laut.de" hatte mich neugierig gemacht. Shearwater? Nie gehört! Vergleiche mit Jeff Buckley, Pink Floyd's "final cut", der Bandchef studierter Vogelkundler. Grund genug da mal ein Ohr zu riskieren.
Wie sich herausgestellt hat, gab es noch viel, viel mehr zu entdecken in "The golden archipelago". Ein wahrhaft wunderbares Album, zusammen mit "Hospice" (The antlers) das beste was mir die Indie-Ecke 2010 zu bieten hatte. Der Laut Reviewer wollte es mit auf die Insel nehmen, ich auch!! Das schöne ist, heutzutage kann man seine Lieblingsalben auf iPhone, iPod, etc. ja praktisch überall dabeihaben. Das gesamte Album durchzieht eine entrückte, träumerische Stimmung, nur kurz von dem sperrig, kruden "Corridors" unterbrochen. Jonathan Meiburgs Falcett-Stimme ist sicher nicht Jedermanns Sache. Darauf sollte man hinweisen. Ich persönlich mag sie sehr. Sein Ausdruck erinnert mich an Mark Hollis, wo wir bei "Talk Talk" wären. Der Einsatz des Schlagwerks erinnert teils deutlich an die Post-Rock Erfinder. Auch Peter Gabriels Weltmusik aus der "San Jacinto" Zeit ist in kleinen Dosen aus dem Album heraus zu hören. "Rain tree Crow" (die späte one-off Japan Inkarnation) mag ebenfalls Pate gestanden haben. Trotzdem ist es nicht leicht einzuordnen, dieses Album. Für Post-Rock ist es zu wenig Rock. Für Indie ist es zu progressive. Aber genug der Vergleiche, sie sollen nur Anhaltspunkt sein. Shearwater steht für sich, will entdeckt werden.
Ich wage zu sagen, Freunde genannter Namen und Genres werden das Album mögen. Manche werden begeistert sein.