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Francis Ford Coppola, eines der größten Genies der Filmgeschichte, wusste um die klassische Bedeutung der Musik. Für Dracula zum Beispiel engagierte er den bis dato eher unauffälligen Genialisten Woijech Kilar und verhalf ihm zu Hollywood-Weihen.
Doch bei „Der Pate" hatte Coppola einfach alles perfekt gemacht.
Der italiener Rota wusste um die Magie jeder einzelnen Note. Der Score beschränkt sich auf gerade mal eine knappe halbe Stunde. Trotzdem (oder gerade deshalb) ist es ein 100 %er Klassiker!
Schwermütig kommt das Thema des Filmes daher (The Godfather Waltz). Ein träger, trauriger Walzer, getragen von einer Solo-Trompete und einem kitschigen Violine-Solo (Steiner lobte die Filmmusik, weil man unglaublich kitschig sein dürfe und nicht so stur an Normen, wie in der Klassik gebunden sei).
Bekannter noch dürfte das „Lovetheme from the Godfather" sein. Es ist schwer, eigentlich garnicht zu beschreiben. Rota verbindet Liebe und Trauer so meisterhaft wie niemand zuvor.
Von seiner Wirkung her auf mich vergleiche ich es immer gerne mit dem „Lied vom traurigen Sonntag", das sogenannte Selbstmörderlied.
Die anderen Tracks der CD sind ebenfalls genial, entwickeln sich aber grötenteils aus den Strukuren der beiden Hauptthemen. Rotas geniale Jazz-Fähigkeiten beweist er in dem - fast schifrinschen - Stück „The pickup". „The Baptism" ist eines der wenigen Orgelsolis, die speziell für einen Film geschrieben wurden.
Fazit: Diese CD ist ein Meisterwerk, eine Perle! Kein Mafia-Film kommt um den Geist dieser Kompositionen herum. Er ist einfach unfehlbar, ein Angebot, das man nicht ablehnen kann ...
Der erste Teil des „Paten" ist ein Parabelstück in welchen der schlichtweg geniale Godfather Waltz des öfteren wiederholt und variiert wird. Auch Song 2 welcher eher aus der Reihe tanzt aufgrund des Gesangs fügt sich jedoch trotzdem gut in die Atmosphäre der Mafia ein und lockert die CD noch ein wenig auf. „The baptism" bietet dann ein geniales Finale welches durch die kraftvolle Orgelunterlegung sehr kräftig und gelungen ist. Im „Finale" haben wir dann einen kongenialen Abschluss der CD in welchem der Godfather Waltz noch mit einem Chor unterstützt sich vollkommen entfaltet und seine ganze Größe präsentiert. Der einzige Nachteil diesen großen Werkes ist die sehr kurze Spieldauer von nur knapp über 30 Minuten. Aber in der Quintessenz ist dieser Soundtrack einer der besten aller Zeiten und verdient daher mit Recht volle fünf Sterne.
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