2004 erschien das Album *The Glorious Burden* von Iced Earth. Eine ganz wichtige Personalien hatte sich verändert. Matt Barlow war ausgeschieden und Tim *The Ripper* Owens war ihm nachgefolgt. Als Grund für diesen Sängerwechsel gab Jon Schaffer seinerzeit an, mit Barlows Gesangsleistung nicht mehr zufrieden zu sein, eine Aussage die mich nach dieser langen Zeit der gemeinsamen Zusammenarbeit insgesamt eher überraschte.
Die kompositiorische Allmacht hatte wieder Schaffer inne, an einem Song war sogar Matt Barlow noch beteiligt. Das Album fällt aber insgesamt eher durchwachsen aus. Die Songs zünden nicht in dem Maße wie ich das noch von *The Dark Saga* oder *The Night Of The Stormrider* gewohnt war. Als weiteres Problem sah ich persönlich die typisch amerikanische Themantik des Albums an die sich um den amerikanischen Bürgerkrieg und die Schlacht von Gettysburg drehte. Eine Thematik die für einen Europäer nur von bedingten Interesse ist, aber selbst hier passt sich die Metal-Szene immer den amerikanischen Themen an, wenn man bedenkt das selbst die deutsche Metal-Band *Mob Rules* sich ausgiebig dem Kennedy-Attentat widmete.
Zusammenfassend kann ich nur schreiben, daß außer dem gewohnt starken Albumartwork, vier oder fünf guter Songs nichts an der 2004er Scheibe von Iced Earth dran ist. An Ripper Owens hats nicht gelegen, der macht einen prächtigen Job, verschustert hats allein Jon Schaffer, dem ich allerdings auch diesen Missgriff verzeihen kann. Es klappt eben nicht immer!
FAZIT: nicht so glorreich wie der Titel vermuten läßt...