Auf dem Heimweg von Syrien zurück nach Rom geraten Macro, Cato, Catos Zukünftige Julia und deren Vater Senator Sempronius vor Kreta in eine durch ein Erdbeben ausgelöste Riesenwelle. Sie schaffen es, ihr schwer angeschlagenes Schiff zur Insel zu retten, wo die Probleme allerdings erst beginnen. Nicht nur, daß überall Elend und Zerstörung herrschen, haben auch noch die Sklaven die Gelegenheit genützt, zu rebellieren. Und als wäre das nicht schon übel genug, ist deren Anführer, der titelgebende Gladiator, auch noch ein alter Bekannter Macros und Catos, der mit ihnen noch eine Rechnung offen hat.
"The gladiator" liest sich wie die Vorgänger komplett von selbst und ist pure Freude, da es für mich längst nicht mehr auf Feinheiten wie Handlung ankommt, um das Beisammensein mit Macro und Cato zu genießen. Es ist wie ein Treffen mit sehr lieben alten Freunden. Wobei die Handlung hier durchaus spannend und gut ausgedacht ist. Ein bißchen gar praktisch ist, daß die rebellierenden Sklaven rachsüchtig und extrem grausam sind, so daß man als Leser nur ein wenig in Versuchung gerät, mit ihnen statt mit unseren dem Imperium dienenden Helden zu sympathisieren.
Ein ewiger Schwachpunkt der Serie sind die Nebenfiguren. Das hat Scarrow diesmal etwas besser im Griff. Senator Sempronius ist eine interessante neue Figur, die uns als (hoffentlich!) zukünftiger Schwiegervater Catos noch gerne eine Zeitlang begleiten darf. Gleiches gilt für Julia, die zwar immer noch ein wenig blass wirkt, aber doch langsam zum Leben erwacht. Sollte sie wirklich Catos Frau werden, bleibt ihr ja noch Zeit, sich zu entfalten.
Sehr interessant, wenn auch leicht klischeehaft ist der Widersacher Ajax. Hier hat Scarrow zumindest versucht, uns seine Motivationen fühlen zu lassen, wenn er auch natürlich in keinster Weise ein Sympathieträger sein darf.
Das Ende läßt einen spannenden nächsten Band erwarten, nicht zuletzt wegen einer überraschenden Wendung in der Karriere von einem unser beiden Freunde. Ich freue mich darauf.