Nachdem mich die mit großem Trara angekündigten Blockbuster des Kinosommers 2001(Planet der Affen, Jurassic Parc 3, Final Fantasy) alle nicht wirklich glücklich aus dem Kino gehen ließen, wandte ich mich mehr den Filmen zu, die nicht groß angekündigt wurden - und wurde eindrucksvoll davon überzeugt, daß
die wirklichen "Perlen" oft außerhalb des Mainstreams zu finden sind. Ich fand "The Hole" schon klasse, aber "The Gift" toppte alles! Ich habe selten einen Film erlebt, bei dem ich mich so oft so tief in den Kinosessel gepreßt
habe - und teilweise sogar einfach nicht hingucken konnte. Das hat jetzt nix mit "Weichei"zu tun :-)), da mir viele FSK-18-FIlme eher ein müdes Lächeln entlocken, hat das schon was zu bedeuten.
"The Gift" ist jedoch kein 08/15-Thriller mit altbekannten Stilmitteln, im Gegenteil. Es wird eine ungemein stimmige Atmosphäre erzeugt, überraschende Wendungen wechseln sich ab mit Szenen, in denen man genau weiß, "gleich
passiert was ;-)" und man dennoch zusammenzuckt, wenn es dann passiert...Die Besetzung tut ihr Übriges. Angenehm, Keanu Reeves (den man eigentlich nur als den coolen Typen aus "Speed" und "Matrix" kennt) mal als brutalen Schläger zu erleben, und Cate Blanchett gehört eh zu den Schauspielerinnen,
die mit wenig Mimik und Wort viel ausdrücken können. Die mehr oder weniger unbekannteren Darsteller können qualitativ aber locker mithalten!
Ich tue mich fast schon schwer damit, daß es nur 5 Sterne gibt, denn ich finde den Film wesentlich besser als z.B. "Sieben" oder sogar "Schweigen der Lämmer", denen ich aber eigentlich dieselbe Note geben würde. Der Film ist es locker wert....
Viel Spaß beim Gruseln!