Kinji Fukasakus "Geisha House" handelt zwar im Geisha-Milieu, ist aber nicht reißerisch oder (wie man vielleicht erwarten könnte) überzogen auf Erotik ausgerichtet. Es geht ihm hier eher um eine Milieustudie des Lebens der Geisha zu dieser Zeit. Das Geishatum hatte jahrhundertelang einen wichtigen Stellenwert im japanischen Leben, doch unter dem christlich-westlichen Einfluss der Nachkriegszeit und der amerikanischen Besetzung Japans änderte sich vieles in diesem Land und es wurde schließlich ein Gesetz verabschiedet, das Prostitution verbieten sollte. Praktisch war das nicht wirklich durchsetzbar, doch die Situation der Geishas veränderte sich natürlich deutlich. Dieser Film konzentriert sich auf ein Geisha-Haus zu dieser Zeit, und zwar insbesondere auf das junge Mädchen Tokiko, das langsam durch die Ränge aufsteigt und dabei zur Zeugin des Lebens der anderen Geishas wird. Kein Reißer, aber bei weitem auch kein schlechter Film, der nur einen Punkt verdient hätte. Ich würde sagen, Fukasaku hat hier einen vergleichsweise stillen, aber sozialhistorisch und -kritisch durchaus interessanten Film abgeliefert.
Die DVD bietet den Film im japanischen Original mit englischen Untertiteln und ist im Breitwandformat. Sie enthält nur minimale Extras (Photo Gallery + Director's Profile).