The Gaslight Anthem

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New shows announced in Europe! 6/7/15 - The Limelight Theatre - Belfast 6/8/15 - Olympia Theater - Dublin 6/12/15 - Den Atelier - Luxembourg


Biografie

THE GASLIGHT ANTHEM
“Get Hurt” (VÖ: 08.08.2014)

Brian Fallon – Gitarre, Gesang * Alex Rosamilia – Gitarre, Keyboard, Gesang *
Alex Levine – Bass, Gesang * Benny Horowitz – Drums, Percussion, Gesang

The Gaslight Anthem sind schon immer für härtere Sounds bekannt gewesen, mit „Get Hurt“ setzt die Rockband aus New Jersey nun allerdings noch einen drauf. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hat die Band mit Freude universelle Elemente des Rocks wie Stadionrock und Bar-Blues, Folk und reinen Pop mit Punk zusammengebracht und damit schließlich ihren eigenen kraftvollen und die Masse begeisternden ... Lesen Sie mehr

THE GASLIGHT ANTHEM
“Get Hurt” (VÖ: 08.08.2014)

Brian Fallon – Gitarre, Gesang * Alex Rosamilia – Gitarre, Keyboard, Gesang *
Alex Levine – Bass, Gesang * Benny Horowitz – Drums, Percussion, Gesang

The Gaslight Anthem sind schon immer für härtere Sounds bekannt gewesen, mit „Get Hurt“ setzt die Rockband aus New Jersey nun allerdings noch einen drauf. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hat die Band mit Freude universelle Elemente des Rocks wie Stadionrock und Bar-Blues, Folk und reinen Pop mit Punk zusammengebracht und damit schließlich ihren eigenen kraftvollen und die Masse begeisternden Sound kreiert.

Mit dem Album „Handwritten“ aus dem Jahr 2012 befanden sich The Gaslight Anthem auf dem Höhepunkt ihrer Hymnenzeit. Es stieg in acht Ländern in die Top 10 der Charts ein. Nachdem die Band ganz oben angekommen ist, will sie ihre Musik nun extremer als je zuvor auf den Punkt bringen, und das nicht durch zusätzliche Instrumentierung oder erweiterte Arrangements, sondern indem sie ihr musikalisches Konzept extrem ausdehnt. Gewaltige Melodien und laut gebrüllte Refrains verfehlen ihre Wirkung auch diesmal nicht, doch Songs wie „1,000 Years“ und der schneidende Titeltrack bedienen sich auch beim Grunge und sinfonischem Pop sowie Soul und psychedelischen Klängen und sind von großem Ehrgeiz, experimenteller Energie und einem kollektiven Geist durchzogen.

„Als wir anfingen, war uns nicht unbedingt klar, was wir vorhatten“, erzählt Sänger und Gitarrist Brian Fallon. „Wir wussten aber, dass wir neue Wege beschreiten mussten, wenn wir uns selbst noch als relevante Band ansehen wollten. Die alten waren abgelaufen, dazu gab es nichts mehr zu sagen oder zu tun.“

„Handwritten“ hatte die Band mit dem Produzenten Brendan O’Brien (Pearl Jam, Bruce Springsteen) aufgenommen, doch nun wählten sie mit Mike Crossey einen eher unerwarteten Kollaborateur. Im April 2014 fanden sich The Gaslight Anthem und der irische Produzent, der unter anderem für seine Arbeit mit den Arctic Monkeys, Jake Bugg und The 1975 bekannt ist, in den Blackbird Studios in Nashville zusammen. Von Anfang an bestand die Vorgehensweise der Band darin, „einfach alles auszuprobieren“, sagt Fallon. „Nichts war verboten, nichts war ausgeschlossen. Alles war einen Versuch wert.“

Laut Fallon war das erste unverhoffte Resultat der Sessions der Album-Opener „Stay Vicious“. Donnernde Drums überschlagen sich zu einem enormen Neo-Metal-Sound und einem sofort die Richtung wechselnden Riff, das an den Alternative Rock denken lässt, mit dem die Band erwachsen geworden ist. Da verwundert es kaum, dass „Stay Vicious“ für The Gaslight Anthem in kreativer Hinsicht förmlich Tür und Tor geöffnet hat.

„So etwas haben wir vorher noch nicht gemacht“, meint Fallon. „Ich hatte Angst, Mike würde denken, ich wüsste nicht, was ich tue. Aber er sagte, das ist toll, mach weiter so. Das hat mich dann quasi befreit und mich alles andere ausprobieren lassen.“

Die Songs „sind alle völlig anders entstanden als sonst“ und The Gaslight Anthem haben ihre Instinkte und Methoden hinterfragt und verfeinert. Zum ersten Mal in der Bandgeschichte haben sie elektronische Instrumente und Computertechnik zum Einsatz gebracht, was Alex Levines und Benny Horowitz‘ unermüdliche Rhythmusmaschine durch einen unerwarteten Flow bereichert. Alex Rosamilias Gitarrenspiel, das lange von den abenteuerlichen Eskapaden des Post-Punk inspiriert war, ist strukturiert und im Einklang mit der Musik, auf Stücken wie „Rollin‘ and Tumblin‘“ und „Dark Places“, dem letzten Song des Albums, aber auch lärmend und stotternd. Fallon hat sich Gedanken gemacht, welche Stimmlage zu dieser musikalischen Unruhe passen würde, und sein Shouting durch fortgeschrittene Harmonien und ein gequältes Brüllen erweitert, das er scherzhaft „wie eine Frau in den 60er-Jahren singen“ nennt.

„Ich habe einfach alles Mögliche probiert“, erklärt er. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mich auf den immer gleichen tiefen Bariton beschränken muss.“

Um das einmal klarzustellen: The Gaslight Anthem sind auch auf „Get Hurt“ noch die Band, die 2008 mit „The ’59 Sound“ ihren Durchbruch feierte, nur mit einer größeren Bandbreite, mehr Fähigkeiten und auch mehr Reife. Wenn sie auch mit Verstärkern die Muskeln spielen lässt und sich gern komplex gibt, so offenbart die Band auf Songs wie „Get Hurt“ und dem bewegenden „Break Your Heart“ doch einen Feinsinn, der in bislang ungekannte musikalische Grautöne gehüllt ist.

„Einen Song ruhig anzufangen und ihn dann eine Minute lang durchatmen zu lassen“, sagt Fallon, „ist keine leichte Sache. Wir wollten die soften Augenblicke auch soft sein lassen. Jeder braucht mal eine Pause, auch auf einer Platte.“

Den Texten näherte sich Fallon auf ähnliche Weise und erkundete abstraktere und verschleiertere Erzähltechniken, um seinen wahren Gefühlen besser Ausdruck verleihen zu können. Die Themen gewinnen noch mehr an Tiefgang und seine stets lebhaften, von Figuren geprägten Geschichten erhalten durch immer komplexere Sprache und gedankenstromartige Spontaneität neue Nuancen.

„Das habe ich mir richtig erarbeitet“, erzählt er. „Ich dachte mir einfach, ich schreibe über das, was ich denke, und was mich im Moment beschäftigt. Ich weiß nicht, ob es der Wahrheit entspricht, oder ob das Gefühl von Dauer ist, aber ich lasse einfach alles raus. Ich habe es einfach geschehen lassen. So ist das passiert, das war echt.“

„Stray Paper“, mit leidenschaftlichem Background-Gesang von der unvergleichlichen Sharon Jones, stellt den vielleicht überragendsten Moment des Albums dar. Die komplexer instrumentierten Melodien und die moderne Dynamik suchen im bemerkenswerten Repertoire von The Gaslight Anthem ihresgleichen. Der magische Realismus des Songs mit seiner hohen Symbolkraft und dem metaphorischen Flug war eine umwerfende Offenbarung für seinen Schöpfer.

„Aus dieser Perspektive hatte ich noch nie geschrieben“, sagt Fallon. „Bei ‚Stray Paper‘ habe ich, glaube ich, etwas entdeckt, das ich gern für den Rest meiner Karriere weiter verfolgen würde. Ich möchte diesen Weg weitergehen und sehen, wohin er führt.“

The Gaslight Anthem sahen sich einem Dilemma gegenüber, das den meisten Bands in einer ähnlichen Lage begegnet: Wie entwickelt man sich weiter, ohne die ursprüngliche Vision aus den Augen zu verlieren, die einem einen Haufen treuer Fans in aller Welt beschert hat? Ihre Antwort auf diese Frage ist kühn, energiegeladen und beständig. „Get Hurt“ mag einen trotzigen Übergang darstellen, im tiefsten Inneren sind The Gaslight Anthem jedoch die Alten geblieben.

„Man kann sich nie selbst verlieren“, meint Fallon. „Egal, wie sehr man sich verändert, der Kern dessen, was einen ausmacht, bleibt immer erhalten. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, bewahrt man diesen Kern. Dann findet man sich auch nicht plötzlich in einem Genre wieder, in dem man nichts verloren hat – man schafft sich sein eigenes.“

Album „Get Hurt“
VÖ: 08.08.2014
Webseite: http://www.universal-music.de/the-gaslight-anthem/home

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

THE GASLIGHT ANTHEM
“Get Hurt” (VÖ: 08.08.2014)

Brian Fallon – Gitarre, Gesang * Alex Rosamilia – Gitarre, Keyboard, Gesang *
Alex Levine – Bass, Gesang * Benny Horowitz – Drums, Percussion, Gesang

The Gaslight Anthem sind schon immer für härtere Sounds bekannt gewesen, mit „Get Hurt“ setzt die Rockband aus New Jersey nun allerdings noch einen drauf. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hat die Band mit Freude universelle Elemente des Rocks wie Stadionrock und Bar-Blues, Folk und reinen Pop mit Punk zusammengebracht und damit schließlich ihren eigenen kraftvollen und die Masse begeisternden Sound kreiert.

Mit dem Album „Handwritten“ aus dem Jahr 2012 befanden sich The Gaslight Anthem auf dem Höhepunkt ihrer Hymnenzeit. Es stieg in acht Ländern in die Top 10 der Charts ein. Nachdem die Band ganz oben angekommen ist, will sie ihre Musik nun extremer als je zuvor auf den Punkt bringen, und das nicht durch zusätzliche Instrumentierung oder erweiterte Arrangements, sondern indem sie ihr musikalisches Konzept extrem ausdehnt. Gewaltige Melodien und laut gebrüllte Refrains verfehlen ihre Wirkung auch diesmal nicht, doch Songs wie „1,000 Years“ und der schneidende Titeltrack bedienen sich auch beim Grunge und sinfonischem Pop sowie Soul und psychedelischen Klängen und sind von großem Ehrgeiz, experimenteller Energie und einem kollektiven Geist durchzogen.

„Als wir anfingen, war uns nicht unbedingt klar, was wir vorhatten“, erzählt Sänger und Gitarrist Brian Fallon. „Wir wussten aber, dass wir neue Wege beschreiten mussten, wenn wir uns selbst noch als relevante Band ansehen wollten. Die alten waren abgelaufen, dazu gab es nichts mehr zu sagen oder zu tun.“

„Handwritten“ hatte die Band mit dem Produzenten Brendan O’Brien (Pearl Jam, Bruce Springsteen) aufgenommen, doch nun wählten sie mit Mike Crossey einen eher unerwarteten Kollaborateur. Im April 2014 fanden sich The Gaslight Anthem und der irische Produzent, der unter anderem für seine Arbeit mit den Arctic Monkeys, Jake Bugg und The 1975 bekannt ist, in den Blackbird Studios in Nashville zusammen. Von Anfang an bestand die Vorgehensweise der Band darin, „einfach alles auszuprobieren“, sagt Fallon. „Nichts war verboten, nichts war ausgeschlossen. Alles war einen Versuch wert.“

Laut Fallon war das erste unverhoffte Resultat der Sessions der Album-Opener „Stay Vicious“. Donnernde Drums überschlagen sich zu einem enormen Neo-Metal-Sound und einem sofort die Richtung wechselnden Riff, das an den Alternative Rock denken lässt, mit dem die Band erwachsen geworden ist. Da verwundert es kaum, dass „Stay Vicious“ für The Gaslight Anthem in kreativer Hinsicht förmlich Tür und Tor geöffnet hat.

„So etwas haben wir vorher noch nicht gemacht“, meint Fallon. „Ich hatte Angst, Mike würde denken, ich wüsste nicht, was ich tue. Aber er sagte, das ist toll, mach weiter so. Das hat mich dann quasi befreit und mich alles andere ausprobieren lassen.“

Die Songs „sind alle völlig anders entstanden als sonst“ und The Gaslight Anthem haben ihre Instinkte und Methoden hinterfragt und verfeinert. Zum ersten Mal in der Bandgeschichte haben sie elektronische Instrumente und Computertechnik zum Einsatz gebracht, was Alex Levines und Benny Horowitz‘ unermüdliche Rhythmusmaschine durch einen unerwarteten Flow bereichert. Alex Rosamilias Gitarrenspiel, das lange von den abenteuerlichen Eskapaden des Post-Punk inspiriert war, ist strukturiert und im Einklang mit der Musik, auf Stücken wie „Rollin‘ and Tumblin‘“ und „Dark Places“, dem letzten Song des Albums, aber auch lärmend und stotternd. Fallon hat sich Gedanken gemacht, welche Stimmlage zu dieser musikalischen Unruhe passen würde, und sein Shouting durch fortgeschrittene Harmonien und ein gequältes Brüllen erweitert, das er scherzhaft „wie eine Frau in den 60er-Jahren singen“ nennt.

„Ich habe einfach alles Mögliche probiert“, erklärt er. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mich auf den immer gleichen tiefen Bariton beschränken muss.“

Um das einmal klarzustellen: The Gaslight Anthem sind auch auf „Get Hurt“ noch die Band, die 2008 mit „The ’59 Sound“ ihren Durchbruch feierte, nur mit einer größeren Bandbreite, mehr Fähigkeiten und auch mehr Reife. Wenn sie auch mit Verstärkern die Muskeln spielen lässt und sich gern komplex gibt, so offenbart die Band auf Songs wie „Get Hurt“ und dem bewegenden „Break Your Heart“ doch einen Feinsinn, der in bislang ungekannte musikalische Grautöne gehüllt ist.

„Einen Song ruhig anzufangen und ihn dann eine Minute lang durchatmen zu lassen“, sagt Fallon, „ist keine leichte Sache. Wir wollten die soften Augenblicke auch soft sein lassen. Jeder braucht mal eine Pause, auch auf einer Platte.“

Den Texten näherte sich Fallon auf ähnliche Weise und erkundete abstraktere und verschleiertere Erzähltechniken, um seinen wahren Gefühlen besser Ausdruck verleihen zu können. Die Themen gewinnen noch mehr an Tiefgang und seine stets lebhaften, von Figuren geprägten Geschichten erhalten durch immer komplexere Sprache und gedankenstromartige Spontaneität neue Nuancen.

„Das habe ich mir richtig erarbeitet“, erzählt er. „Ich dachte mir einfach, ich schreibe über das, was ich denke, und was mich im Moment beschäftigt. Ich weiß nicht, ob es der Wahrheit entspricht, oder ob das Gefühl von Dauer ist, aber ich lasse einfach alles raus. Ich habe es einfach geschehen lassen. So ist das passiert, das war echt.“

„Stray Paper“, mit leidenschaftlichem Background-Gesang von der unvergleichlichen Sharon Jones, stellt den vielleicht überragendsten Moment des Albums dar. Die komplexer instrumentierten Melodien und die moderne Dynamik suchen im bemerkenswerten Repertoire von The Gaslight Anthem ihresgleichen. Der magische Realismus des Songs mit seiner hohen Symbolkraft und dem metaphorischen Flug war eine umwerfende Offenbarung für seinen Schöpfer.

„Aus dieser Perspektive hatte ich noch nie geschrieben“, sagt Fallon. „Bei ‚Stray Paper‘ habe ich, glaube ich, etwas entdeckt, das ich gern für den Rest meiner Karriere weiter verfolgen würde. Ich möchte diesen Weg weitergehen und sehen, wohin er führt.“

The Gaslight Anthem sahen sich einem Dilemma gegenüber, das den meisten Bands in einer ähnlichen Lage begegnet: Wie entwickelt man sich weiter, ohne die ursprüngliche Vision aus den Augen zu verlieren, die einem einen Haufen treuer Fans in aller Welt beschert hat? Ihre Antwort auf diese Frage ist kühn, energiegeladen und beständig. „Get Hurt“ mag einen trotzigen Übergang darstellen, im tiefsten Inneren sind The Gaslight Anthem jedoch die Alten geblieben.

„Man kann sich nie selbst verlieren“, meint Fallon. „Egal, wie sehr man sich verändert, der Kern dessen, was einen ausmacht, bleibt immer erhalten. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, bewahrt man diesen Kern. Dann findet man sich auch nicht plötzlich in einem Genre wieder, in dem man nichts verloren hat – man schafft sich sein eigenes.“

Album „Get Hurt“
VÖ: 08.08.2014
Webseite: http://www.universal-music.de/the-gaslight-anthem/home

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

THE GASLIGHT ANTHEM
“Get Hurt” (VÖ: 08.08.2014)

Brian Fallon – Gitarre, Gesang * Alex Rosamilia – Gitarre, Keyboard, Gesang *
Alex Levine – Bass, Gesang * Benny Horowitz – Drums, Percussion, Gesang

The Gaslight Anthem sind schon immer für härtere Sounds bekannt gewesen, mit „Get Hurt“ setzt die Rockband aus New Jersey nun allerdings noch einen drauf. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hat die Band mit Freude universelle Elemente des Rocks wie Stadionrock und Bar-Blues, Folk und reinen Pop mit Punk zusammengebracht und damit schließlich ihren eigenen kraftvollen und die Masse begeisternden Sound kreiert.

Mit dem Album „Handwritten“ aus dem Jahr 2012 befanden sich The Gaslight Anthem auf dem Höhepunkt ihrer Hymnenzeit. Es stieg in acht Ländern in die Top 10 der Charts ein. Nachdem die Band ganz oben angekommen ist, will sie ihre Musik nun extremer als je zuvor auf den Punkt bringen, und das nicht durch zusätzliche Instrumentierung oder erweiterte Arrangements, sondern indem sie ihr musikalisches Konzept extrem ausdehnt. Gewaltige Melodien und laut gebrüllte Refrains verfehlen ihre Wirkung auch diesmal nicht, doch Songs wie „1,000 Years“ und der schneidende Titeltrack bedienen sich auch beim Grunge und sinfonischem Pop sowie Soul und psychedelischen Klängen und sind von großem Ehrgeiz, experimenteller Energie und einem kollektiven Geist durchzogen.

„Als wir anfingen, war uns nicht unbedingt klar, was wir vorhatten“, erzählt Sänger und Gitarrist Brian Fallon. „Wir wussten aber, dass wir neue Wege beschreiten mussten, wenn wir uns selbst noch als relevante Band ansehen wollten. Die alten waren abgelaufen, dazu gab es nichts mehr zu sagen oder zu tun.“

„Handwritten“ hatte die Band mit dem Produzenten Brendan O’Brien (Pearl Jam, Bruce Springsteen) aufgenommen, doch nun wählten sie mit Mike Crossey einen eher unerwarteten Kollaborateur. Im April 2014 fanden sich The Gaslight Anthem und der irische Produzent, der unter anderem für seine Arbeit mit den Arctic Monkeys, Jake Bugg und The 1975 bekannt ist, in den Blackbird Studios in Nashville zusammen. Von Anfang an bestand die Vorgehensweise der Band darin, „einfach alles auszuprobieren“, sagt Fallon. „Nichts war verboten, nichts war ausgeschlossen. Alles war einen Versuch wert.“

Laut Fallon war das erste unverhoffte Resultat der Sessions der Album-Opener „Stay Vicious“. Donnernde Drums überschlagen sich zu einem enormen Neo-Metal-Sound und einem sofort die Richtung wechselnden Riff, das an den Alternative Rock denken lässt, mit dem die Band erwachsen geworden ist. Da verwundert es kaum, dass „Stay Vicious“ für The Gaslight Anthem in kreativer Hinsicht förmlich Tür und Tor geöffnet hat.

„So etwas haben wir vorher noch nicht gemacht“, meint Fallon. „Ich hatte Angst, Mike würde denken, ich wüsste nicht, was ich tue. Aber er sagte, das ist toll, mach weiter so. Das hat mich dann quasi befreit und mich alles andere ausprobieren lassen.“

Die Songs „sind alle völlig anders entstanden als sonst“ und The Gaslight Anthem haben ihre Instinkte und Methoden hinterfragt und verfeinert. Zum ersten Mal in der Bandgeschichte haben sie elektronische Instrumente und Computertechnik zum Einsatz gebracht, was Alex Levines und Benny Horowitz‘ unermüdliche Rhythmusmaschine durch einen unerwarteten Flow bereichert. Alex Rosamilias Gitarrenspiel, das lange von den abenteuerlichen Eskapaden des Post-Punk inspiriert war, ist strukturiert und im Einklang mit der Musik, auf Stücken wie „Rollin‘ and Tumblin‘“ und „Dark Places“, dem letzten Song des Albums, aber auch lärmend und stotternd. Fallon hat sich Gedanken gemacht, welche Stimmlage zu dieser musikalischen Unruhe passen würde, und sein Shouting durch fortgeschrittene Harmonien und ein gequältes Brüllen erweitert, das er scherzhaft „wie eine Frau in den 60er-Jahren singen“ nennt.

„Ich habe einfach alles Mögliche probiert“, erklärt er. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mich auf den immer gleichen tiefen Bariton beschränken muss.“

Um das einmal klarzustellen: The Gaslight Anthem sind auch auf „Get Hurt“ noch die Band, die 2008 mit „The ’59 Sound“ ihren Durchbruch feierte, nur mit einer größeren Bandbreite, mehr Fähigkeiten und auch mehr Reife. Wenn sie auch mit Verstärkern die Muskeln spielen lässt und sich gern komplex gibt, so offenbart die Band auf Songs wie „Get Hurt“ und dem bewegenden „Break Your Heart“ doch einen Feinsinn, der in bislang ungekannte musikalische Grautöne gehüllt ist.

„Einen Song ruhig anzufangen und ihn dann eine Minute lang durchatmen zu lassen“, sagt Fallon, „ist keine leichte Sache. Wir wollten die soften Augenblicke auch soft sein lassen. Jeder braucht mal eine Pause, auch auf einer Platte.“

Den Texten näherte sich Fallon auf ähnliche Weise und erkundete abstraktere und verschleiertere Erzähltechniken, um seinen wahren Gefühlen besser Ausdruck verleihen zu können. Die Themen gewinnen noch mehr an Tiefgang und seine stets lebhaften, von Figuren geprägten Geschichten erhalten durch immer komplexere Sprache und gedankenstromartige Spontaneität neue Nuancen.

„Das habe ich mir richtig erarbeitet“, erzählt er. „Ich dachte mir einfach, ich schreibe über das, was ich denke, und was mich im Moment beschäftigt. Ich weiß nicht, ob es der Wahrheit entspricht, oder ob das Gefühl von Dauer ist, aber ich lasse einfach alles raus. Ich habe es einfach geschehen lassen. So ist das passiert, das war echt.“

„Stray Paper“, mit leidenschaftlichem Background-Gesang von der unvergleichlichen Sharon Jones, stellt den vielleicht überragendsten Moment des Albums dar. Die komplexer instrumentierten Melodien und die moderne Dynamik suchen im bemerkenswerten Repertoire von The Gaslight Anthem ihresgleichen. Der magische Realismus des Songs mit seiner hohen Symbolkraft und dem metaphorischen Flug war eine umwerfende Offenbarung für seinen Schöpfer.

„Aus dieser Perspektive hatte ich noch nie geschrieben“, sagt Fallon. „Bei ‚Stray Paper‘ habe ich, glaube ich, etwas entdeckt, das ich gern für den Rest meiner Karriere weiter verfolgen würde. Ich möchte diesen Weg weitergehen und sehen, wohin er führt.“

The Gaslight Anthem sahen sich einem Dilemma gegenüber, das den meisten Bands in einer ähnlichen Lage begegnet: Wie entwickelt man sich weiter, ohne die ursprüngliche Vision aus den Augen zu verlieren, die einem einen Haufen treuer Fans in aller Welt beschert hat? Ihre Antwort auf diese Frage ist kühn, energiegeladen und beständig. „Get Hurt“ mag einen trotzigen Übergang darstellen, im tiefsten Inneren sind The Gaslight Anthem jedoch die Alten geblieben.

„Man kann sich nie selbst verlieren“, meint Fallon. „Egal, wie sehr man sich verändert, der Kern dessen, was einen ausmacht, bleibt immer erhalten. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, bewahrt man diesen Kern. Dann findet man sich auch nicht plötzlich in einem Genre wieder, in dem man nichts verloren hat – man schafft sich sein eigenes.“

Album „Get Hurt“
VÖ: 08.08.2014
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