Tell als Adventure zu bezeichnen, wäre wirklich ein Witz. Das Spiel ist so kurz, dass man schon fertig ist, bevor man richtig angefangen hat.
Die Grafik
Die Grafik ist zwar sehr schön und farbenprächtig und mit Liebe zum Detail ausgestattet, aber das spielt auch keine Rolle mehr, denn die Locations bestehen gerade mal aus 2(!) Schauplätzen: VOR der Burg und IN der Burg!
In der Burg kann man dann den Innenhof, den Kerker, die Küche und Sissis Turmzimmer besuchen, aber das war´s auch schon! Ende der Fahnenstange.
Die Figuren
Auch hier herrscht Personal-Mangel und Einfallslosigkeit.Man begegnet gerade mal einer Handvoll Figuren, wobei die beiden Frauen bei "Tell", Heidi und Sissi, aus anderen Spielen entlehnt sind. Heidi sieht haargenau aus wie Simons Freundin Alix aus "Simon the Sorcerer" und Sissi ist eine Kopie von Farida aus dem Magie Laden aus "Everlight - Elfen an die Macht". Langweilig.
Die Rätsel
Die Rätsel bzw.die zu erfüllenden Aufgaben, denn als Rätsel kann man dies nicht bezeichnen, sind viel zu einfach, geradezu kinderleicht für einen Adventure Spieler. Die Knobelei bleibt leider auf der Strecke.
Interaktion
Die Dialoge sind am Anfang und gegen Ende sehr lang, und man ist nur noch passiver Zuschauer statt aktiver Spielheld.
Synchronisation
Hier gibt es einen Pluspunkt: der Hauptcharakter Tell wird von der deutschen Synchronstimme von Clive Owen gesprochen
Fazit:
Viel zu wenig Spielspaß in diesem kleinen Intermezzo Mini Game, das keinesfalls in die Liga der umfangreichen Point & Click Adventure Games wie beispielsweise "Jack Keane", "Black Mirror" oder "Baphomets Fluch - Der Engel des Todes" gehört.