Stephen Fry ist schon lange in Großbritannien und seit seinen Auftritten als "Gordon Gordon" in "Bones" auch in den USA eine Ikone britischen Stils. In seiner Heimat trat er lange als gediegenes Gegenstück zum etwas exaltierten Hugh Laurie in verschiedenen Comedysendungen auf (u.a. "Jeeves and Wooster"), schrieb mehrere sehr lesenswerte und witzige Romane und war so mal nebenher noch Dozent für englische Literatur an verschiedenen Unis.
In diesem zweiten Teil seiner Autobiographie (der erste Teil "Moab is my Washpot" ist in Deutsch unter dem Titel "Kolumbus war ein Engländer" erhältlich) beschreibt Fry seine Studienzeit in Cambridge und seine Freundschaft mit verschiedenen Leuten aus seinem damaligen Theaterclub, die größtenteils heute auch sehr bekannte Schauspieler und TV-Stars geworden sind (Rowan Atkinson, Emma Thompson, Hugh Laurie, Robbie Coltrane). Ab etwa der Hälfte des Buches nimmt hier die Schilderung der Freundschaft mit Hugh Laurie viel Raum ein, die beiden sind auch bis heute enge Freunde.
Frys Schilderungen glänzen dabei durch seinen lebendigen, leichten und doch nie oberflächlichen Stil und seine sehr sympathische Selbstkritik und Ironie.
Das Buch liest sich wie das faszinierende Geplauder eines genialen Unterhalters und genau das ist Stephen Fry letztlich auch. Scharfsinnig, charmant, überraschend, humorvoll und dabei niemals verletzend.
Ein Buch für alle Fry Fans - selbstverständlich.
Aber auch eine schöne Entdeckung für Leute, die ihn "nur" als "Gordon Gordon" kennen und vielleicht gerade diesen Charakter liebgewonnen haben.