Der vierte Streich der australischen Prog-Melodic Metaller von Vanishing Point hat eine Umbesetzung im Lineup zur Folge und bis auf den Sänger alle kurze Matte neuerdings. Die komplette Rhythmusfraktion ist neu. So ist also das neue Bandfoto zu erklären, beim Friseur waren also nur zwei.Unglücklicherweise sieht das Cover vom Motiv her nach dem letzten Kamelot Album aus! Auch da ist eine Geigenspielerin mit verbundenen Augen zu sehen. Das kann bei so nah veröffentlichten Alben Zufall sein und hat bestimmt auch die Australier überrascht! Ihre musikalische Nähe zu den ebenfalls von Endel Rivels produzierten Black Majesty kann man auch bei dieser Platte nicht leugnen und leider sind Vanishing Point mit "The Fourth Season" auch weniger progessiv und irgendwie auch softer geworden. Die zwei Gitarristen werden immer von Keyboardwänden zugekleistert und Silvio Massaro Stimme steht dazu noch im Vordergrund, so dass die Australier auch Freunden softere Klänge wie z.B. aus dem Hause Fronties Records oder AOR Heaven gefallen könnten. Vanishing Point haben einfach starke Refrains und tolle Gesangslinien, welche von einem Spitzensänger intoniert werden. Das Album ist gewiss nicht schlecht, fällt aber im Gegensatz zu dem Vorgängerwerk etwas ab. Am Ende wird man mit "A Day Of Difference" noch mal richtig verträumt, sphärisch, wobei die Sprachsamples etwas irritieren. Dieser Song zeigt dann auch wieder die Klasse der Band. Insgesamt eine gute Sache, die aber noch Luft nach oben hat!