Hey phucking Nutzers
Ich bin ja sozusagen mit Nigel Kennedy aufgewachsen, seine Interpretation der 4 Jahreszeiten lief eigentlich fast jeden Sonntagmorgen wenn ich mit meinen Eltern frühstückte.
Auch neuere Projekte des vermutlich besten Sologeigers (nur meine Meinung liebe Kulturwächter) wie die "East meets East" Platte mit der Kroke Band, die ja eher in türkisch/arabesken und Balkan-Gefilden herumfischte, haben mir sehr gefallen.
Das Nigel eine Affinität zu Rock hat dürfte ja bereits optisch klar sein, und genau diese lebt er nun wieder auf "The Four Elements" aus.
Die Stücke sind abwechslungsreich und sprudeln nur so über vor Kreativität und Spielfreude, wobei ich wieder einmal feststellen muss, das Nigel Kennedy eine Gabe besitzt die ihn von ganz vielen Solo-instrumentalisten unterscheiden: Er kann sich ZURÜCKNEHMEN. Diese Gabe nutzt er im Grunde auf jedem seiner Alben, und auch hier bei den "Four Elements" wird wieder deutlich, das Nigel zwar ein Ausnahme-geiger ist und technisch absolut versiert sein Instrument beherrscht wie kaum ein Zweiter, er ist aber eben nicht ein Steve Vai oder so, der das in stundenlangem Gedudel und Tempo-orgien ausleben muss. Nigel Kennedy spielt Songdienlich, das heißt nie zu viel, nie zu wenig - genau richtig dosiert er seine durchdachten Melodiebögen ohne die Hörer mit Instrumental-mast*rbation zu überfordern. Es ist wie eine Art der Bescheidenheit mit dem sicheren Wissen das man ja etwas kann. Ein echter Musik-kumpel eben, einer der gern Witze reißt und Bier trinkt, einer der zwar sein Handwerk beherrscht, es aber nicht auf einem vergoldeten Schild um den Hals zur Schau stellt.
Dazu kommt noch seine Fähigkeit Melodien zu finden, die zwar komplex sind aber dennoch immer sehr harmonisch und einprägsam, und genau diese Elemente machen die CD "The Four Elements" mal wieder zu einem echten.....
.....KAUFTIPP!