Das ist ja unfassbar! Da hoffte ich, wenn John Carpenter selbst am Remake beteiligt ist, kann dieses ja so schlecht nicht werden... Denkste! Das Teil ist ein totaler Rohrkrepierer geworden!
Wo soll man anfangen? Besonders negativ fällt die Fehlentscheidung auf, die drei Hauptpersonen mit sehr jungen Darstellern zu besetzen. Dies wäre für einen Slasher-Film angemessen, hier jedoch, wo eine ganze Stadt repräsentiert werden soll, wäre eine Mischung verschiedener Altersgruppen (wie 1979 im Original) oder ersatzweise von Darstellern einer mittleren Altersgruppe von vielleicht 35 bis 45 angemessen gewesen. So aber hat man nicht das Gefühl, dass hier eine ganze Stadt angegriffen wird, sondern dass alles ausschließlich junge Leute betrifft. Selma Blair schießt zudem noch den Vogel ab, denn ich habe selten gesehen, wie eine Darstellerin eine Rolle derart verhunzt hat! Ihr Versuch, eine erotische Radiomoderatorin zu geben, scheitert an totaler Lächerlichkeit.
Während der Originalfilm von 1979 mustergültig in Sachen Spannungsaufbau ist (ich erinnere nur an die einleitende Szene am Lagerfeuer oder den ständig näherkommenden Nebel und vor allem Carpenters bedrohliche Musik), kann dieser neue Abklatsch das in keinster Weise nachmachen. Spannend ist der Film nie, anstrengend dafür oft.
Der Nebel: Die Stellen, die computergeneriert wurden, wirken unecht und daher lächerlich. An anderen Stellen wieder wurde derart dichter und sich zudem viel zu schnell bewegender Kunstnebel verwendet, dass die Illusion von Bedrohung und von Wirklichkeit komplett zunichte gemacht wird. In nur ganz wenigen Momenten kann der Nebel überzeugen. Die Nebelfront, die auf die Küste zukommt, wirkt auch völlig unecht, da sie einfach viel zu hoch ist (sie überragt die Küste bei weitem). 1979 war die Nebelfront niedriger und kroch regelrecht auf die Küste zu und dann die Küste hinauf. DAS sah unheimlich aus!
Die Geister: Damals waren es physisch vorhandene, dunkle Gestalten mit glühenden Augen... Äußerst bedrohlich! In dieser Fassung sind es nebelhafte Geister, die zudem derart durchsichtig sind, dass sie harmlos wirken. Das Klopfen an der Tür mit einem gefährlichen Haken wurde ersetzt durch ein Klopfen mit einem durchscheinenden Gehstock-Knauf... lachhaft!
Die Musik: In wenigen Passagen versucht diese, Elemente aus der alten Fassung aufzugreifen, was auch eigentlich richtig ist und dann auch wirkt. Meistenteils jedoch liefert uns Graeme Revell etwas völlig anderes, dass uns mit lauten Paukenschlägen zu erschrecken sucht und dadurch nur nervt. Die Musik ist eine der schlechtesten, die ich je gehört habe!
Weitere Fehler des Films: Die Verwendung von blödsinniger Zeitlupe und sinnlosen Handlungssequenzen wie die Sache mit den nassen Fußspuren an der Decke, die dann doch keinen Zweck erfüllen, oder die Aufzeichnung der Videokamera, die nach dem Ansehen sogleich ins Wasser fällt und somit auch hätte weggelassen werden können.
Ein peinliches Remake. Zeitverschwendung. Ärgerlich.