Unter den unzähligen Boy-Bands der 90ern gab es nur eine Einzige, mit denen ich als Nicht-Fan (und Kerl) sympathisieren konnte, nämlich "Take That". Ihre Musik war für meinen Geschmack nie zu Teenie-poppig, dafür sehr eigenständig und wirklich hörenswert, ohne dass es nach ner Zeit zu nervig wurde. Dann folgte ja die von Robbie Williams verursachte Trennung im Jahre 1996; Williams startete eine recht erfolgreiche Karriere, um die anderen Jungs blieb es viele Jahre sehr ruhig.
Doch dann kam die Wende:
2005 fanden sich die vier anderen Sänger wieder zusammen und feierten ein grandioses Comeback, landeten einen Single-Hit nach dem Anderen. Noch heute bekomme ich beim Durchhören des 2008er-Songs "Greatest Day" eine angenehme Gänsehaut. Williams Erfolg dagegen ließ spürbar nach, auch weil sein mit "Rude Box" eingeleiteter Musikstil-Wechsel unglücklich gewählt war.
Nach diversen Gerüchten, die in den Medien kursierten, ist es nun endlich Gewissheit: Alle fünf Jungs sind wieder Eins ! Wobei die Bezeichnung "Jungs" nicht mehr passend ist, denn aus Ihnen sind gereifte Männer geworden, und wahrscheinlich auch deshalb mag ich Ihre jüngeren Songs lieber hören als die 90er-Klassiker, weil auch ihre Musik eine deutliche Wandlung mitgemacht hat.
Mit "The Flood" wagen Sie nun den Neubeginn, und ich muss echt sagen: Ich bin begeistert !
Ruhige Passagen wechseln mit einem tollen und vor allem kraftvollen Refrain, und als "Danke schön" für die Eingliederung Williams darf dieser sich hier als Lead-Sänger wieder als vollwertiges Band-Mitglied etablieren.
Die Jungs... Sorry, ich meinte natürlich die MÄNNER, sie sind zurück (und habens immer noch drauf). Von dem bald erscheinendem Album darf man noch viel Großes erwarten.