"The Fixer" ist der ehemalige britische Elitesoldat John Mercer. Er ist im Gefängnis, nachdem er seinen Onkel und seine Tante getötet hat, weil diese seine Schwester über Jahre systematisch missbraucht haben. Dort rekrutiert ihn der geheimnisvolle Lenny als Teil einer geheimen und inoffiziellen Polizeieinheit, die mit illegalen Methoden Schwerkrimininalität wie Mafia, Vergewaltiger, Waffen- oder Drogenhandel bekämpft, z.T. mit einer Liquidierung der Täter, aber auch 'nur' Bedrohen oder Bestehlen der Verbrecher. Neben Mercer als 'hitman' gehören der Einbrecher Calum und die Polizistin Rose zum Team. Mercer ist der wortkarge, überkontrollierte, intelligente und moralische Typ, Calum die flippige Nervensäge, Rose eine erotisch-schillernde Gestalt mit unklarer Moral. Es wird ein Fall je Episode abgehandelt. Das Team erhält einen Auftrag von Lenny, den es mehr oder weniger bearbeitet, wobei stete Widerstände von Mercer gegen seine Arbeit fortwährender Teil der Erzählung ist. Jede der sechs Episoden hat ca. 45 Minuten. Sprache ist je nach Charakter mehr oder kaum verständliches Englisch mit englischen UT.
Mich konnte die Serie aus folgenden Gründen nicht überzeugen. Die Grundidee der geheim operierenden Truppe funktioniert nicht, weil diese meist sehr unprofessionell oder unglaubwürdig agiert (meist ohne Gegenwehr der Opfer bzw. man zeigt die Exekution gleich gar nicht). Die erzählten Geschichen sind einfach nicht stimmmig und bei aller Zugeständnis an mangelnder Plausibilität fiktionaler Geschichten einfach in ihrer Logik zu absurd. Auch wirkt es sehr eigenartig, dass Mercer eigentlich gegen fast jeden Auftrag opponiert, ihn gegen seine Befehle ausführt, aber trotzdem immer weiter gehalten wird. Der flippige Callum verhält sich gleich so unzuverlässig und öffentliche Wahrnehmung auf sich ziehend, dass es noch unglaubwürdiger wird (eine sehr alberne Figur, die in der Serie völlig stört). Der moralisch interessante Aspekt, ob und wie solch staatliches Vorgehen vertretbar sein kann, wird wenig ernsthaft und wenig intelligent behandelt. Hier wird eine dramaturgisch starke (wenn auch nicht völlig neue) Grundide durch zu schwache Geschichten und sehr mittelmäßige Drehbücher nicht zur Entfaltung bringt.
Auf der positiven Seite sind ein mit Mercer und Lenny zwei Charaktere, die halbwegs gelungen sind und mit Rose einer, der in seiner Vielschichtigkeit und seinem Geheimnistum richtig interessant ist. Auch bieten Andrew Buchan als Mercer und Tamzin Outhwaite als Rose sehr gutes Schauspiel. Speziell Buchan schafft es, dass der sonst dünne Charakter durch kontrolliertes und zurückhaltendes Spiel, dass eine ruhige Präsenz mit kleinen Gesten und Differenziertheiten kombiniert, deutlich Eindruck hinterlässt. Zusätzlich kann die Photographie mit einer gelungenen düsteren Grundstimmung überzeugen.
Fazit: Gute Grundstimmung mit ein paar gelungenen Figuren, die sich aber aufgrund der erzählerischen Schwächen nicht entfalten können.