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Produktinformation
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Doch nun zur Geschichte:
Robert De Niro spielt Gil Renard, eine der männlichen Hauptfiguren, und „den Fan". Gil führt nicht gerade das, was man ein Bilderbuchleben nennen würde. Er ist geschieden, seine Ex-Frau möchte ihn mehr und mehr aus ihrem Leben streichen, möchte sogar, dass ihr gemeinsamer Sohn ihren neuen Partner „Daddy" nennt, und ist nicht gerade begeistert, wenn Gil seinen Sohn abholt um Zeit mit ihm zu verbringen. Sein Job ist auch nicht gerade herausragend. Er ist ein Vertreter für Messer in einer Firma, die einst seinem Vater gehörte. Doch in letzter Zeit wird er in seinem Job immer schlechter und ihm droht der Rauswurf. Die einzige Freude, die Gil noch hat, ist Baseball. Baseball ist sein Leben. Er ist besessen. Und je mehr sein Privatleben den Bach runter zu gehen scheint, desto mehr steigt seine Besessenheit. Sein Lieblingsspieler ist Bobby Rayburn (Wesley Snipes), eine Sensation unter den Baseballspielern, der in dieser Saison zu Gil's Lieblingsteam wechselt. Es gelingt Gil sogar, Bobby kennen zu lernen, und von dem Zeitpunkt ab entwickelt Gil sich zu einem „Spanner". Er stellt Bobby nach, bis zu dem Punkt, an dem Gil sogar eine richtige Bedrohung für Bobby und seinen Sohn wird...
Was macht den Film so genial?
1. De Niro - Er macht es wieder. Wieder mal stellt er absolut erfolgreich einen totalen Freak dar. Kein anderer Schauspieler hätte den verrückten Fan glaubwürdiger darstellen können (höchstens vielleicht Jack Nicholson). De Niro lässt den Charakter Gil wachsen. Am Anfang des Films fühlt der Zuschauer Sympathie für den armen Kerl, der unzufrieden in seinem Job ist, der langsam aber sicher seinen Sohn verliert, und dessen einzige Freude Baseball ist. Dann, ganz langsam, führt De Niro Gil vom Zuschauer weg, in eine dunkle Welt von irrationaler Besessenheit, und der Zuschauer merkt ganz klar, wie schnell der Schritt von „gestresst" zu „psychopathisch" getan ist.
2. Snipes - Auch er spielt einfach klasse in diesem Film. Er hat eindeutig bewiesen, dass er mehr kann, als nur den Helden oder Bösewicht in Actionfilmen darzustellen. Zu Anfang des Films ist Rayburn locker-lässig, immer einen flotten Spruch auf Lager, kurz - zu cool für diese Welt. Doch Wesley Snipes zeigt uns äußerst glaubwürdig die andere Seite des Sport-Asses. Und plötzlich merkt man, dass auch er verletzbarer und gefühlvoller ist, als man es zunächst annimmt.
Zu guter letzt bekommt man einen Einblick in die Sportwelt. Man erfährt, wie alles „hinter den Kulissen" abläuft, und dass nicht immer alles so Friede, Freude, Eierkuchen ist, wie es oft scheint. Dieser Film überzeugt in ALLEN Punkten und lässt absolut nichts zu wünschen übrig. Wie gesagt - der Film...was ich an der DVD zu bemängeln habe: man kann sich „The Fan" leider nur auf Deutsch ansehen, eine englische Fassung gibt es hier nicht. Für viele vielleicht nebensächlich, aber ich bin nun mal ein Fan von Original-Versionen. Aber trotzdem ist diese DVD empfehlenswert, weil es einfach ein super Film ist.
State: Dichte Atmosphäre, herausragend ausgearbeitete Charaktere und eine zwar gradlinige, aber doch mehrfach überraschende Handlung machen diesen Streifen zu einem Muss für jeden "De Niro" Fan. Er und Snipes - der hier ausnahmsweise nur den Baseball schlägt, dafür aber beweist wie gut er auch als Charakterdarsteller sein kann - schauspielern sich gegenseitig an die Wand, stellen die in mit ihren persönlichen "Geistern" kämpfenden Menschen bravourös dar. De Niro spielt den Niedergang seines Protagonisten dermaßen eindrucksvoll, wie es zuvor lediglich Michael Douglas in "Falling Down" vermochte. Doch auch Snipes kämpft sehr überzeugend mit den Problemen eines Sportstars im Formtief.
Mit Benicio del Toro, John Leguizamo und Ellen Barkin sind auch einige der Nebenrollen nicht nur prominent, sondern optimal besetzt. Wirkliches Manko am Film ist die aus meiner Sicht (ich mag nun mal kein Hip Hop) grottenschlechte Filmmusik.
Die DVD: Während das Bild als gesundes Mittelmaß bezeichnet werden kann, ist der Ton wirklich schlecht abgemischt. Sehr oft kann man Gespräche nur schwer verfolgen, weil die Musik die Sprache übertönt. Ansonsten muss man zu oft wegen der unterschiedlichen Lautstärke neu einpegeln. An Extras gibt es den deutschen Kinotrailer, Texttafelbiografien zu Snipes, Barkin, de Niro und Scott (Regie) sowie Trailer zu Knockin' on Heaven's Door, Donnie Brasco (unbedingt anschauen), Der Geist und die Dunkelheit und Rossini. Das wars.
Wichtig!!! Norton meldet nach dem Einlegen der DVD am PC einen bösartiger Script und blockiert ihn sofort. Wer keine entsprechenden Sicherheitsprogramme installiert hat sollte die Scheibe daher vielleicht lieber nicht am PC abspielen. Auf einem Stand Alone Player gibt es aber keinerlei Probs.
Fazit: Man darf sich als Europäer durch den Hintergrund "Baseball" nicht abschrecken lassen, der "Fan" hätte genau so gut Tennis, Fußball oder meinetwegen auch Hallenhalma als seine Lieblingssportart aussuchen können.
Der Film an sich hätte 5 Sterne verdient, doch wegen der mäßigen DVD Umsetzung und der Filmmusik gab es diesmal 2 Punkte Abzug. Wer Charakterstudien mag sollte sich den Film trotzdem unbedingt ansehen. Als Thriller geht er ebenfalls noch gut durch. Nur Fans von Snipes als Kampfmaschine werden enttäuscht werden.
Apropos Fans - nicht nachmachen - gelle ;-)
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