Bergsteiger entdecken auf dem Ship Rock, einem der heiligen Berge der Navajos, an unzugänglicher Stelle ein Skelett. Der Tote ist bald identifiziert; es handelt sich um Hal Breedlove, einen Extrembergsteiger, der vor elf Jahren vermisst gemeldet wurde. Damit könnte die Akte eigentlich geschlossen werden, und der frischgebackene Lieutenant Jim Chee könnte sich wieder den überhand nehmenden Viehdiebstählen widmen.
Aber nun wird der frischgebackene Pensionär Joe Leaphorn misstrauisch; kurz nach Identifizierung des Toten wird ein alter Indianer angeschossen und schwer verletzt, der einer der letzten war, die Breedlove lebend gesehen haben. Leaphorn hat noch nie an Zufälle geglaubt, und dieser Vermissten-Fall kam ihm schon seltsam vor, als er ihn vor elf Jahren bearbeitete. Er tut sich mit Chee zusammen, um Licht ins Dunkel zu bringen, und - welch seltsamer "Zufall" - er wird vom Bruder des Toten als Privatdetektiv engagiert, um die Todesumstände zu recherchieren. Es geht um viel Geld, genauer gesagt um Vorkommen an Molybdän auf der Ranch, die nun Breedloves Witwe gehört. Bald darauf wird ein weiterer potentieller Zeuge erschossen, und Chee kommt nur knapp mit dem Leben davon. Leaphorn ermittelt gewohnt gründlich und scharfsinnig, und am Ende unterscheidet er streng zwischen Recht und Gerechtigkeit...
Wie nicht anders zu erwarten, ein sauber gestrickter, spannender Plot. Auch hier macht Hillerman die Navajo-Kultur nicht zum folkloristischen Versatzstück, aber sie spielt auch keine große Rolle in diesem Krimi - ganz im Gegensatz zu früheren Bänden. Ein wenig viel Raum nimmt Chees Beziehungsknatsch mit seiner Freundin ein, aber dafür entschädigt wieder mal Leaphorn, ein altes Schlitzohr und ein Menschenkenner der Extraklasse.