Er hat eine bedauerliche Schwäche: Leider schafft es Hamilton meist nicht, seine äußerst fulminanten Space Operas mit einem befriedigenden Ende zu versehen. So spannend, schillernd und vielfältig auch dieser Zyklus wieder zu lesen ist - und ich halte ihn trotz allem für absolut empfehlenswert - am Ende kommt mal wieder ein rechter Krampf dabei heraus. Das war bei "Armageddon" schon so, der "Nighflyer" packt es noch einigermaßen, und hier löst sich dann doch wieder - wie bei "Armageddon" - auf ein Fingerschnippen von irgendwelchen Überwesen alles in Wohlgefallen auf. Wie schade!
Schade vor allem auch deshalb, weil damit gleichzeitig alle technischen und gesellschaftlichen Möglichkeiten, die er so meisterhaft erfunden und erzählerisch aufgebaut hat, ignoriert werden: ANA, die Fraktionen, die geniale Abschreckungsflotte, die Rajiel, die Elfen, sie kommen alle viel zu kurz am Ende, und der Überpapa Gore, die Cat, und alle anderen alten Pappenheimer langweilten mich am Ende einfach nur noch.
Der in anderen Rezensionen öfter vorkommende "Ultra-ultra"-Kritik, sicherlich nur ein kleines Detail, schließe ich mich an. Letztlich aber schreibt Hamilton über eine Zivilisation, die an der Grenze zum endgültig post-materiellen Dasein steht, und das ist nicht gerade einfach. Deshalb seien ihm so Kleinigkeiten verziehen.
Trotzdem zählt auch hier der Spruch "der Weg ist das Ziel", und es gibt bis kurz vor das Ziel viel spannende Momente und interessante soziale und technologische Ideen, die den "Void"-Zyklus, und auch den letzten Band, zu einer sehr lesens- und erinnerungswerten Space Opera machen.