Ok, es gibt nicht gerade wenige Ozzy-Best-Ofs oder -Live-Alben, aber "The Essential" ist von allen mit Abstand die umfangreichste!
Aber von vorne: Die ersten beiden Ozzy-Alben (von 1980 und 1981) sind meiner Meinung nach mit insgeamt acht Titeln gut vertreten, welche allesamt Klassiker-Status haben. Zwar hätte ich mir noch "Believer" vom zweiten Album gewünscht, aber alles in allem endlich mal genügend Material seiner ersten beiden Alben. Fans, die Ozzy nur aus seiner TV-Show oder aufgrund des Erfolges von "Dreamer" kennen, werden womöglich etwas überrascht ob der harten, düsteren Atmosphäre sein ("Suicide Solution", ...), aber immerhin dürfte ihnen auch klar werden, warum Ozzy zurecht "Prince of (F***ing) Darkness" genannt wird.
Als nächstes kommt das unverzichtbare "Paranoid", gefolgt von drei Singles vom 83er-Album "Bark at the Moon". Zwar überrascht es mich, dass statt der erfolgreicheren Ballade "So tired" stattdessen "You're no different" den Weg auf diese Zusammenstellung gefunden hat, aber die Wahl ist dennoch nicht schlecht. "No rest für the Wicked" (1988) ist meiner Meinung nach mit vier Titeln ebenfalls ausreichened vertreten!
Die zweite CD beginnt mit Songs von Ozzys (für meine Begriffe) bestem Album, "No more Tears" von 1991. Allein die Tatsache, dass hier sechs Songs dieses Albums zu finden sind, spricht für sich. "Mama I'm coming home" oder "No more Tears" sind immer noch unverzichtbare Bausteine eines jeden Ozzy-Konzertes. Zwar hätte ich mir statt der bekannten Live-Version von "I don't want to change the World" lieber einen Live-Mitschnitt der mega-geilen Power-Ballade "Road to nowhere" gewünscht (warum nicht von "Live at Budokan" von 2002?), aber alles in allem lässt die Songauswahl keine Wünsche offen. Auch "Ozzmosis" von 1995 kommt nicht zu kurz. Auch wenn ich statt "Thunder Underground" lieber "Tomorrow" gehört hätte, aber die anderen drei Lieder sind definitiv die besten des Albums, wobei "See you on the other Side" mein aboluter Lieblings-Song von Ozzy ist.
Zu guter letzt kommt natürlich noch mit "Down to Earth" Ozzy (hoffentlich nicht) letztes Studioalbum. Auch hier stimmt die Songauswahl: Die drei Songs zählen zu den besten des Albums; die Ballade "Dreamer" dürfte dabei wohl jedem bekannt sein!
Alles in allem eine gute Zusammenstellung von Ozzys Solo-Alben. Zwar findet sich für Fans leider nichts Neues auf "The Essential" und mancher Favourite wird, wie nicht anders möglich, übergangen (Wo ist zum Beispiel "Shot in the Dark"?), aber für Einsteiger ist diese Platte der ideale Zugang zu Ozzys Werk! Viel Spaß damit!!!