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Kundenrezensionen

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am 28. Dezember 2006
Man mag Sam Harris als radikalen Atheisten betrachten. Ich glaube nicht, dass er es sein möchte, wirbt er doch nur dafür, dass Religion als Thema genau so behandelt wird, wie jedes andere Thema auch - dass ein Dialog ohne Tabus geführt wird.

Mir wurde beim Lesen klar, dass ich wir diesen Dialog bisher nicht geführt haben.

Warum hält man Leute, die glauben Elvis würde noch leben, für verrückt, während man diejenigen für normal hält, die glauben, dass ihr Retter innerhalb der nächsten 50 Jahre aus dem Himmel herabsteigen wird? - andererseits aber wiederum schnell die Leute für nicht zurechnungsfähig erklärt, denen ihr Gott jede Nacht auf ihr Gebet klar formulierte Antworten gibt?

Sam Harris spricht hart und deutlich. Er ist ein Aufruf zum Dialog über das "Woran glaubst du? und warum?"

Was ihm fehlt ist eine Antwort auf das Wie und das Danach. Welche Lücken entstehen, wenn ich einer Gesellschaft Religion in Form von bedingungslosem Glauben raube und wie schließe ich die Lücken?

Wired.com schrieb: Wir stehen in der Atheismus Debatte da, wo die Schwulenbewegung vor vielen Jahren stand.

Provozierend? Allemal. Sam Harris ist ein Einstieg in den Dialog.

- wer noch zögert, sollte sich seine Videos auf samharris.org ansehen - sie bieten seine Essenz
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am 5. April 2009
Sam Harris hat ein sehr bemerkenswertes Buch über die Probleme geschrieben, die Religion über die Menschheit gebracht hat: dabei geht er weit über die Kritik hinaus und zeigt auf, welche Alternativen für den Rationalisten bestehen, um die immer wieder vorgebrachten 'Vorteile' bzw. 'Gründe' für Religion weitaus positiver zu realisieren.
Er beginnt mit den augenscheinlichsten Fehlern und Gefahren der Religion: dem widersinnigen Bestehen auf völlig unfundierten (und unfundierbaren!) Aussagen; der inhärenten Feindseligkeit gegenüber allen, die an diesen Aussagen zweifeln; bis hin zu den unzähligen Schrecken von Krieg, Verfolgung und allgemeinem Elend, die aus der Religion direkt entstanden. Und er benennt kompromisslos die Unsinnigkeit in der Unterscheidung zwischen radikalen und gemäßigten Religionsanhängern. Dabei streicht er den Islam als das aktuell drängenste Problem heraus, stellt jedoch klar, dass aus prinzipieller Sicht andere Religionen, insbesondere Christentum und Judentum, hier in keinster Weise weniger problematisch sind.
Nachdem die offensichtlichen Gefahren benannt wurden, wendet sich Harris den angeblich positiven Seiten der Religiosität zu. Er zeigt auf, dass sowohl Ethik, als auch Spiritualität, die immer wieder von Religionsanhänger als jenseit rationaler Einsicht stehend erklärt werden, und in die Einsicht zu erlangen deshalb nur Religion gewähren kann, sehr wohl einen rein rationalen Ansatz erlauben. Ja, auch hier gilt, dass der rationale Ansatz weitaus vielversprechender und fruchtbarer ist, während religiös-dogmatischer Glauben letzt endlich zu einem unüberwindlichen Hindernis wird, beim Versuch, neue Erkenntnisse auf diesen Gebieten zu erlangen, die über den Stand von vor 2000 Jahren, als etwa die westlichen 'heiligen' Bücher geschrieben wurden, hinausgehen. Womit auch für eine dem 21. Jahrhundert angemessen Ethik und Spiritualität die Religion sich als Fessel erweist.
Zu Anfangs etwas irritierend ist das im letzten Kapitel (zur Spiritualität) angestimmte Hohelied auf östliche Lehren. Hier jedoch muss man genau lesen, da er diese lediglich in soweit hochhält, als sie von religiösen Dogmen freie Ansätze zur Erkundung der Verhältnisse von Subjekt und Objekt, vom 'Selbst' bzw. 'Ich' und Bewußsein darstellen.
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am 4. Januar 2007
Sam Harris diskutiert und belegt ausführlich, daß der Islam eine totalitäre Gefahr für die moderne Welt darstellt und einer toleranten Uminterpretation größere Schwierigkeiten im Weg stehen als bei anderen Religionen. Als Kernproblem des islamischen Terrorismus wird die lebensverachtende Jenseitsorientierung unnachgiebig bloßgestellt, denn nur sie erklärt, warum auch gut ausgebildete und sozial gut situierte junge Menschen zu fanatischen Selbstmordattentätern werden können. So weit,' so wenig ungewöhnlich, wenn auch hier besonders überzeugend dargestellt. Aber Harris geht in erfrischender Weise weiter: Er attackiert das religiöse Denken als solches. Die religiös Moderaten tragen eine Mitschuld daran, daß wir der Expansivität des Islam nicht überzeugender entgegentreten, denn ihr Denken ist von der gleichen Art: Glauben an den Orientierungswert alter Bücher, Annahme von Überzeugungen ohne oder gar entgegen guter Gründe. Ich sehe das genauso. Die Appeasement-Politik gegenüber der Religion à la Habermas ist nur zeitgeistige political correctness. Aber was erhofft sich Harris? Glaubt er wirklich, unter der Bedrohung durch einen expansiven Islam werde sich die Menschheit in kurzer Zeit von ihrer evolutionär und kulturell so tief verankerten tribalistischen Religiosität abwenden? Radikale Religionskritik ist richtig. Harris geizt auch nicht mit Beispielen für negative Auswirkungen religiösen Denkens in unseren westlichen Gesellschaften. Aber er verkennt, daß die religiös Moderaten trotzdem unsere Verbündeten bei der Erhaltung und Ausbreitung freiheitlich-pluralistischer Gesellschaften sind. Ein wenig illusionär ist auch sein ethischer Objektivismus, der uns Ethik und Moral als Wissenschaften präsentiert, die schließlich Erkenntnisse liefern werden, deren Überzeugungskraft naturwissenschaftlichen Fakten vergleichbar sei. Harris Attacke gegen einen indifferentistisch getönten ethischen Relativismus ist sympathisch und verdienstvoll. Und zweifellos kann die Vernunft eine auf ideologischen Vorurteilen basierende Moral unterminieren. Aber wir dürfen das Element von Entscheidung nicht unterschätzen, ohne das auch der unvoreingenommen Urteilende nicht auskommt. Unser evolutionäres und kulturelles Erbe besteht nun einmal leider nicht nur aus Mitmenschlichkeit. Harris Überlegungen zur Rechtfertigung der Folter von Gefangenen in extremen Fällen sind logisch konsequent, aber sie greifen zu kurz. Gerade die amerikanische Ambivalenz in diesem Punkt im Gefolge von 9/11 lehrt uns, daß die Aufweichung des Folterverbots die leider in jeden Militärapparat zu findenden Sadisten ermutigt, die Demokratie diskreditiert und die Menschen und Bürgerrechte einer Vielzahl von Gefangenen längerfristig beschädigt, ohne die gewünschten Erfolge zu erzielen. Trotz solcher Schwächen: ein unbedingt lesenswertes Buch, das nach allen Seiten austeilt, je nachdem wie die Konsequenz des Denkens es verlangt und dennoch keineswegs bei der Kritik stehen bleibt, sondern dem religiösen Denken einen positiven säkularen Lebensentwurf gegenüberstellt.
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am 25. Mai 2005
In this hotly controversial book, author Sam Harris faults religion for being illogical, for inciting societies to violence and for not reconciling faith and reason. Many classic thinkers and theologians struggled with this question, including Maimonides and Aquinas, who are absent from the index. Such omissions lead one to acknowledge the author's passionate writing perhaps more than his scholarship, which is also open to some challenge as he explains the tenets of various faiths. Harris, who has a compelling narrative style, provokes readers to confront their own philosophies as he asks another ancient question: why does a good God permit evil? Harris's anti-religious discourse promotes reason as a panacea and asserts that spiritual living does not require religious practice. He particularly examines the role of extremist religious belief in its most violent manifestations, such as Jihad. He asks why polite society cannot criticize religion if it motivates suicide bombers and terrorist attacks. Unfortunately, however, Harris follows the Pied Piper of rationalism off the cliff by articulating a dispiriting, dangerous message against tolerating religious tolerance itself. If you want to provoke some spirited conversations, or reconsider venerable philosophical issues in the light of difficult modern times, we believe this may intrigue you. Readers who share Harris' fury about religion's influence will find their opinions vigorously supported, while those who believe that religion is a force for good will find that reading this book is an opportunity to exercise the patience of a saint.
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am 10. Mai 2007
Sam Harris zeigt das Problem der Religionen präzise auf. Kritikwürdig ist einzig seine Sicht auf Israel und die Palästinenser: Den Islam als nahezu alleinige Ursache für Selbstmordattentäter zu machen verkennt die Situation im "heiligen" Land. Der Fehler ist verständlich, da es bedauerlicherweise ausgesprochen schwierig ist, in diesem Punkt unabhängige Informationen aus US-Medien zu erhalten.
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am 17. September 2012
Wie, viele andere Leser auch, las ich Richard Dawkins' God delusion und ich finde, obwohl ich
auch andere Meinungen gehört habe, das The end of faith besser ist. Sam Harris handelt dieses
leider immmer noch extrem sensible Thema ab ohne dabei langweilig zu werden oder sich zu wiederholen.
Vor allem gefallen mir die Aspekte aus denen Sam Harris sich Themen nähert und somit auch das Bewustsein
als soches in seine Analyse mit einbezieht. Was man bei diesem Buch auf jeden Fall machen sollte ist die
Fußnoten wirklich zu lesen, denn diese geben oft ein tieferes verständnis für seine Argumentation.
Wem dieses Buch gefallen sollte, kann ich seine weiteren Bücher auch Empfehlen.
Und Interresierte sollten unbedingt auch seine Internetseite "samharris.org" mal anklicken.
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"It is time we recognized that all reasonable men and women have a common enemy. It is an enemy so near to us, and so deceptive, that we keep its counsel even as it threatens to destroy the very possibility of human happiness. Our enemy is nothing else than faith itself" (131).

Sich in den USA als Atheist zu bekennen ist lebensgefährlich! Genau das muss Sam Harris, der ohne Leibwächter nicht mehr vor die Tür gehen kann, gerade erfahren. In seinem ersten Buch "The End of Faith" fährt der Autor schwere Attacken gegen die drei monotheistischen Religionen, vor allem gegen den Islam.

In den ersten drei Kapiteln "Reason in Exil", "The Nature of Belief" und "The Shadow of God" analysiert der Autor die Dogmen von Judentum, Christentum sowie dem Islam und betont deren Unvereinbarkeit mit den Werten der Aufklärung, den Errungenschaften der Moderne und nicht zuletzt mit dem gesunden Menschenverstand.

Die größte Gefahr für Frieden und Sicherheit auf der Welt sieht Harris jedoch ganz eindeutig im Islam. Ein moderater Islam sei nur eine Illusion des harmoniesüchtigen Westens. Das Problem sei nicht nur die größtenteils menschenverachtende Ideologie des Korans (auch die Bibel sei da nicht viel besser), sondern vielmehr die Überzeugung aller Moslems, dass die Suren und Verse des Korans direkt und unmittelbar von Gott stammen und daher niemals in Zweifel gezogen werden dürfen. So könne man mit dem richtigen Vers nahezu alles auch noch so Grausame begründen. Bin Ladens Interpretation sei genauso aus dem Koran nachvollziehbar wie weniger gewaltsame Interpretationen. So lange der Koran mit all seinen internen Widersprüchen nicht ohne Gefahr für Leib und Leben kritisiert werden darf, sei der Westen in einer ideologischen Auseinandersetzung mit dem Islam.

So weit so gut. Bis hierher ist Harris Argumentation schlüssig und gut nachvollziehbar. Doch stockt wohl den meisten (europäischen) Lesern der Atem, wenn Harris im Kapitel "A Science of Good and Evil" zu dem Schluss kommt, dass "if we are willing to drop bombs [...] we should be willing to torture a certain clan of criminal suspects and military prisoners" (197). Die Selbstverständlichkeit mit der selbst Intellektuellen in den USA Folter im "war on terror" befürworten ist erschreckend und für uns Europäer nicht nachvollziehbar.

Fazit: Ein Buch mit zwei Gesichtern. Gute Analyse des Phänomens Religion und haarsträubender Versuch, Ethik und Moral im Zeitalter des globalisierten Terrors zu begründen. Daher nur drei Sterne.
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am 21. Februar 2007
The End of Faith ist eine relativ ernüchternde Angelegenheit. Nachdem Sam Harris einen Überblick über seine allgemeine Religionskritik gibt und schon dort auffallend permanent zu Terrorismus, 9/11 und Al Quaida kippt wird aus dem Buch schnell eine für meinen Geschmack oft extrem simplifizierende Islam-Kritik, die spätestens bei Bezügen auf Huntington und Dershovitz klarmacht in welche Richtung es geht. So sehr ich einen Grossteil der Argumente (und die meisten sind aus anderen Büchern und Vorträgen weithin bekannt) teile ist mir sein Clash of Civilizations-Ansatz zu radikal und seine Vereinfachung von Umfrageergebnissen, die Kritik an z.B. Chomsky bzw. das ständige reinwaschen der amerikanischen und israelischen Gegenseite suspekt. Es gibt Stellen in dem Buch, an denen man den Eindruck gewinnt eine atomare Einäscherung des mittleren Ostens sei unausweichlich wenn man ihm zuvor kommen will.

Ebensno verwirrend ist das ständige betonen der moralischen Überlegenheit des Westens, das dann als perfekte Tarnung guter Absichten dient und Kollateralschäden relativiert. Aber was sind gute Absichten wert, wenn er selbst die in ihrem Kontext guten aber fehlgeleiteten Absichten der Muslime erkennt? Ebenso die Atombombe in Händen von religiösen Fundamentalisten, zu denen er an anderer Stelle durchaus auch das amerikanische Äquivalent erkennt, dessen Gefahr aber im Krieg gegen den Islamismus relativ zu werden scheint.

Wer sich die Angst vor der bärtigen Gefahr weiter polieren lassen möchte ist hier sicher richtig, für alles jenseits des "Terror" im Buchtitel sind die Vorträge von Sam Harris deutlich kompakter und klarer.
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am 1. September 2015
about religion and faiths. If you retain your unwavering faith after reading this then you simply do not get it!
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am 17. Oktober 2012
"god is not great" is my "bible", as it were, so I thought it was time to read another book by one of the so-called apocalyptic horsemen. I have to say, though, I'm not convinced. But all the points of criticism I have for this book are the same ones I have for the 'new atheists' in general. I'm all for the rule of reason and that religion be restricted to the private life of the individual, however, I don't like how Harris seems to differ between 'us' and 'them', which only creates new conflicts instead of peace and cooperation. He may be right in saying that many wars have a religious aspect to them, if they're not started because of religion in the first place, but the attitude displayed here won't change that. Of course one could argue that the religious want to force their belief on people (obviously not all of them), but I wonder how Harris is any different in that aspect. Plus, his book reeks a bit too much of Islam-bashing. I know all cool kids do it nowadays, but it's pretty much a confession of failure when an atheist distances himself from all Judeo-christian beliefs, only to join in and mirror their rhetoric about Islam. From somebody praising reason above all, I expect a more sophisticated debate.
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