Vol. 2 von "The Eminent J.J. Johnson" enthält die letzten beiden Sessions, die der Posaunist für Blue Note aufnahm. 6 Titel vom September 1954, begleitet von Wynton Kelly (p), Charles Mingus (b), Kenny Clarke (dr), und dem Congaspieler Sabu Martinez, 6 Titel plus 3 Alternate Takes vom Juni 1955, diesmal mit Hank Mobley (ts), Horace Silver (p), Paul Chambers (b), und wiederum Kenny Clarke (dr).
Parallel zu diesen Sessions nahm J.J. Johnson für andere Labels verschiedene Alben mit Kai Winding als "Jay and Kai" auf, die kommerziell erfolgreicher waren, vielleicht auch das ein Grund, warum man ihn nicht mehr bei Blue Note hören sollte. Trotzdem muß man sagen, daß die Blue Note Aufnahmen zum Feinsten gehören, was J.J. Johnson in den 50ern aufnahm. Und ohne die ausgefeilten Arrangements, die "Jay and Kai" kennzeichneten, steht sein Spiel stärker im Vordergrund. Und zu diesem Spiel muß man nichts mehr sagen, er ist wahrscheinlich der beste Jazzposaunist der Moderne, vielleicht sogar aller Zeiten.
Die zweite Session ist eine Idee funkiger als die erste, wahrscheinlich den "Jazz Messengers"-Gründungsmitgliedern Horace Silver und Hank Mobley zu verdanken.
Erstklassiger Klassiker.