Die Aufnahmen, die von der BBC zwischen 1961 bis 1965 noch in Monotechnik aufgenommen wurden, bieten eine Vielfalt aus dem Repertoire von Jacqueline du Pres jungen Jahren. Die Aufnahmen wurden 1999 in den Abbey Road Studios technisch ueberarbeitet und digital abgemischt. Die fehlende Stereophonie tut der ueberschwenglichen und nuancenreichen Spielweise von du Pre keinen Abbruch, im Gegenteil: diese fruehen Aufnahmen haben ein eigentuemliches Klangbild, das eine gewisse Charme entwickelt, ohne dass dieses technische Manko sich nachteilig auf ihre kammermusikalische Darbietung von Bach, Haendel, Brahms, Falla und Britten auswirkt.
Wie gross Ihre musikalische Zuneigung und das gute Verhaeltnis zu Ihrem Lehrer William Pleeth war, den Sie trotz nachfolgender beruehmter Lehrer der Meisterklassen wie Casals, Rostropovich etc. immer als Ihren wichtigsten Lehrer bezeichnete, wird im gemeinsamen Spiel, dass von Harmonie und vom gleichem Musikverstaendnis gepraegt war, in der Interpretation von Francois Couperins Treizieme Concert deutlich.
Ist ihre Spielweise manchmal als zu exzessiv bezeichnet worden, so befreit und so unbekuemmert hoert man sie sonst selten auf Aufnahmen. Diese Mono-Doppel-CD gehoert in jede Sammlung von du Pre-Aufnahmen.