Wenn ich die "Starlight Mints" höre muss ich immer an Kindergarten und Pavement denken. Okay, das passt eigentlich garnicht zusammen aber irgendwie hat diese Band es hinbekommen alberne Musik für Alternative-Freaks zu basteln.
Ein dünnes Stephen-Malkmus-Stimmchen hier, schräge, quietschende Geigen da, ein wenig Flaming-Lips-Krachschlagzeug, das alles versehen mit einer ordentlichen Portion "Shalala" und fertig ist eine der lustigsten Pop-Scheiben der letzten 5 Jahre.
Was hier innerhalb der knapp 45 Minuten Spielzeit dem geneigten Hörer an potentiellen Hits vorgeworfen wird ist für eine bis Dato unbekannte Band wirklich beachtlich. Knarzige Gitarren und seltsame Songstrukturen die gern mal abrupt beendet werden, um im gleichen Lied eigentlich einen komplett anderen Song anzufangen ("Margarita"), sorgen dafür, dass es nicht so schnell langweilig wird. Hat man sich aber erst an die Lieder mit den "doppelten Böden" gewöhnt, bekommt man sie nicht mehr aus dem Kopf heraus. Bestes Beispiel dafür ist "Popsickle" ein komplett durchgeknalltes Stück das direkt aus der Sesamstraße kommen könnte, wenn da nicht der zweideutige Text wäre.
Aber das Album ist nicht nur albern, es hat Witz, Charme und es stecken unendlich mehr Ideen darin als in jedem anderen Debut-Album. Deswegen werden mich die "Starlight Mints" wohl jetzt auch den Rest meines Lebens begleiten, denn man hat ja sonst nichts zu Lachen. Jetzt heißt es nur noch Daumen drücken für die schwierige zweite Platte, auf das sie noch besser werden möge als die erste...wenns denn möglich ist.