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Mit Drummer John Densmore und Gitarrist Robby Krieger gründen sie die Doors, tingeln durch die Clubszene von L.A. und veröffentlichen im Januar 1967 ihr Debüt-Album, das binnen Jahresfrist ihre Wünsche Wirklichkeit werden läßt. Die Doors sind keine niedliche Flowerpower-Band. Ihr Sound ist hart, energisch, fordernd, sexy und düster. Sie bedienen sich bei Blues, Rock, Chanson, Europäischem Kunstlied und Beatnik-Poesie. So wie die Literaten der Beat-Generation ihre Texte mit Jazz fusionierten, vereinigen die Doors die Psychedelic Poetry von Jim Morrison mit hartem Rock. "Break On Through", der Opener des Albums, formuliert Morrisons künstlerisches Credo und die tiefere Bedeutung des Bandnamens: Durchbruch zu neuen, verborgenen Bewußtseinsebenen.
Die Doors covern mit dem "Alabama Song" sogar Brecht und Weill, sie dringen mit "End Of The Night" in Sphären, die noch keine Band erkundet hat. Das Album wird beendet von dem episch-epochalen "The End": Elf Minuten voller meditativ-erotischer Spannung lassen den Tod als größtes Abenteuer des Lebens erscheinen. Elf Minuten, in denen die Ewigkeit hörbar wird. Elf Minuten, in denen Morrison seinen eigenen ödipalen Komplex aufarbeitet: "Father, I want to kill you. Mother, I want to..." -- das "...fuck you, baby, all night long!", das Morrison bei den Aufnahmen schreit, muß Produzent Paul Rothchild auf Weisung der Plattenfirma herausschneiden.
Dennoch: Diese elf Minuten reichen aus, um Jim Morrison als jenen vorzustellen, der den Blumenkindern die Gänseblümchen vom Kopf reißt, um sie auf dem Friedhof der amerikanischen Gesellschaft zu zertrampeln. Die Doors sind die Antithese des Establishments. --Björn Döring
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Die genialsten Momente sind die versteckten, die kommerziell unentdeckten: z.B. die unschlagbare Stimmung von "End of the Night", das fast hypnotisierende Orgelspiel in "Take It As It Comes" verbunden mit dem Vorschlag es leicht zu nehmen, die Suche nach der nächsten Whisky Bar in Brecht-Manier, das "Crystal Ship" mit Doors-typischem Hall und so ruhigem Sound, dass er schon wieder beunruhigend ist und last but not least "Break On Through", der ultimative Doors-Song mit dem Wunsch (oder dem guten Rat?) durch die doors of perception zur anderen Seite überzutreten. Natürlich funktioniert das nicht minder schlecht mit den restlichen Doors-Alben, die mal mindestens genauso viel Energie, nur halt leider nicht den Legenden-Status der ersten Platte haben.
Mehr war nicht zu sagen. Kauft es oder lasst es, aber bitte gebt dafür nicht mir die Schuld...
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