Nightmare sind richtig gut. Und gar nicht mal so neu in der Szene. ;-)
Nach einer eher mässigen Debut-EP Ende der 90er, dem grandiosen COSMOVISION und dem etwas schwächeren SILENT ROOM folgt nun mit THE DOMINION GATE die konsequente Fortführung des nightmareschen Metal-Stils: Metal Church, und Savatage meets Therion (wobei sich der Vergleich mit Therion aus den opulenten Refrainchören ableitet). Oder anders ausgedrückt: Wer Stigmata IV kennt, wird bei Nightmare einige Elemente der Österreicher wiederfinden.
THE DOMINION GATE kommt streckenweise besser als SILENT ROOM, kann COSMOVISION aber leider bei weitem nicht das Wasser reichen. Dennoch: wenn Nightmare weiter an ihrem Stil in Richtung Eigenständigkeit feilen und noch eine Portion Progressivität mit dazupacken, könnte dem Akt dieselbe Zukunft wie Kamelot bevorstehen, die auch dereinst vom Insider-Act zur Speerspitze des Melodic Metal aufstiegen.
Wer Nightmare noch gar nicht kennt, sollte sich unbedingt zuerst das Hammerwerk COSMOVISION zulegen. Wem dieser Metal-Hochgenuß zusagt, der ist auch mit THE DOMINION GATE nicht schlecht beraten, sofern er seine Erwartungen etwas zügelt.