Ich finde den Film sehr gut. Er ist für mich eine Mischung aus Krimi, Thriller und psychologischem Drama. Kern ist das Schicksal des von Brad Pitt verkörperten IRA-Kämpfers, der in Abgründe seines Landes eingetaucht wird und darin untergeht. Es geht darum, wie jemand in eine gewalttätige Spirale reingerät, sich nicht befreien kann und sie dann sogar weiter dreht, bis er selbst darin umkommt. Brad Pitt spielt es mit ruhiger, aber grimmiger Entschlossenheit und macht dadurch die Schicksalhaftigkeit des Verderbens gut deutlich, ohne zu sehr auf die Trändenrüse zu drücken.
Harrison Ford verköpert überzeugend den Gegenpart des 'guten Bürgers', der fest auf dem Bodern der alltäglichen Bürgerlichkeit und ihrer manchmal spießigen Werte steht, dabei aber um die Abgründe jenseits dieser kleinen Welt weiß. Der Anteil an Action im Film ist gerade richtig und die entsprechenden Szenen sind angenehm zurückhaltend gemacht und dadurch umso berührender.
Dem Film mangelnde Auseinandersetzung mit der IRA-Geschichte vorzuwerfen, ist m.E. Blödsinn. Darum geht es hier einfach nicht. Der politische Hintergrund wird gerade so behandelt, wie er für die Geschichte notwendig ist. Das reicht so völlig. Im ganzen also eine absolute Empfehlung.