Ambrose Bierce liefert mit seinem "The devils dictionary" ein geniales Wöterbuch ab, dass man als solches nicht alzu ernst nehmen sollte.
In diesem Buch geht es nämlich viel mehr darum, vielen in ihrer Bedeutung hinlänglich bekannter Wörter, einen neuen Dreh zu verpassen. Etwas das dem Autor mit seinem bitter Bösen Zynismus und seiner spritzigen Ironie aufs Vortrefflichste gelingt.
Insgesammt liest man diese Buch mit einem lachendem und einem weinendem Auge. Auf der einen Seite schmunzelt man immer wieder, über den bizzigen Witz und den Charme dieses Buches, auf der anderen Seite, muß man aber auch immer wieder fetsstellen, wieviel Wahrheit in diesen Definitionen steckt. Bierce hält einem im wahrsten Sinne des Wortes den Spiegel vor.
Hier ein paar Kostproben:
peace: in international relations a period of cheating between two periods of fighting.
egotist: a person of low taste; interestet more in himself than in ME.
Diese Version des Buches, hält sich an den Englischen Originaltext, ist jedoch mit etlichen Vokabelangaben versehen, was das Vertändnis erleichtert. Außerdem handelt es sich bei diesem Buch um eine Auswahl. So beinhaltet es nur 662 Definitionen. Die anderen, die vom Herausgeber als nicht mehr zeitgemäß empfunden wurden, wurden kurzerhand weg gelassen. Außerdem, wurden die meisten der eingefügten Gedichte weggelaasen, da diese für überflüßig befunden wurden.
Von daher hätte ich eigentlich dafür, dass der Reclamverlag meint, für mich entscheiden zu müßen, was ich für zeitgemäß halte und was nicht, einen Stern abziehen müßen. Auf der anderen Seite, ist diese Version aber auch die so ziemlich günstigste Version, die auf dem Markt vorhanden ist, wodurch ich durchaus gewillt bin, über diesen Mangel hinwegzusehen, und dann halt doch fünf Sterne zu vergeben.
Insgesammt, sollte man dieses Buch auf jeden Fall gelesen haben. Es lohnt sich!!!