nein, da sind keine hits drauf, da kann man die cd noch so sehr schütteln und draufklopfen, es fällt nichts raus, was an "neon golden" anschließt.
das muss ja auch nicht sein. "neon golden" war schlicht perfekt (selten war etwas, das so anders klang, so massenkompatibel), und gegenüber dem perfekten wird das nur nahezu perfekte stets fahl aussehen.
"the devil, you + me" ist ein album, das man am besten in einem bewusstseinszustand zwischen wach und weg hören sollte, also beim einschlafen, beim aufwachen oder zwischen dem sechsten und siebten getränk, dann kriecht diese musik widerstandslos ins blut und lässt sich von dort auch nicht mehr vetreiben. streicher, gitarren, pianos und elektronisches britzelbratzel wachsen hier ineinander wie die kräuter auf einer wiese, und dazwischen liegt eine bis an die grenze des verschwindens unaufgeregte stimme und erzählt traurige und weniger traurige sachen.
die herren aus weilheim haben wieder ein wunderbares album gemacht, aber eines, das sich nicht aufdrängt. will man mit ihm befreundet sein, muss man es abholen und durch häufiges hören begießen - es wächst mit jedem mal.