Seit Wochen läuft diese EP nun bei mir rauf und runter, und das dürfte Grund genug sein, ein paar salbungsvolle Worte bei Amazon zu hinterlassen.
Mein Interesse an Binary Park gründete sich ursprünglich allein darauf, dass Torben Schmidt hier mitmischt, der seines Zeichens Gründer von Lights of Euphoria war, eine Band, deren Output ich doch schmerzlich vermisse.
Was mich an 'The deviated' nun so völlig verblüfft ist die schier nicht endenwollende Soundvielfalt, die sich kaum kategorisieren lässt: Dark Ambient, EBM, Dark Wave, Industrial, Synthiepop - von allen Ausprägungen 'dunkler' Electrosounds nur die leckersten Bestandteile. Mir fallen Frontline Assembly ein, aber auch Produktionen von Daniel Meyer oder Frank Spinath.
Die versponnenen, vielschichtigen Melodien, gerade 'Into the deep' und 'Not in love' versprühen eine enorme Kraft und Tiefe, die ich schon bei LOE so sehr mochte, 'Klangteppich' ist so'n abgedroschener Begriff, umschreibt es aber doch am besten.
50 abwechslungreiche Minuten feinsten Hörwerks, das auch beim x-ten Lausch neue Soundeffekte und Gimmicks entdecken lässt.
Meine Anspieltipps: alle 10 Titel, besonders 'Not in love', 'Worlds collide (Impact Remix)', 'Lick the blade'