The Desparate Mission ist ein sehr viel versprechender Roman, dessen Stimmung sich direkt aus den Ereignissen von Episode III ergibt. Die Jedi sind geschlagen und das Imperium ist an der Macht. Nie war die Galaxis weiter von Freiheit und Gerechtigkeit entfernt, denn die Rebellion, die einst das Imperium besiegen wird ist noch nicht geboren. Doch es gibt Hoffnung.
Als Nachfolgeserie von Jedi Quest waren meine Erwartungen in The Last of the Jedi sehr gemäßigt, doch dieses Buch und wahrscheinlich auch die ganze Serie überzeugt. Stilistisch und sprachlich zwar noch wie ein Jugendbuch aufgebaut verkörpert der letzte Jedi jedoch bereits jene Werte, die schon der klassischen Triologie ihren Zauber verliehen haben und der auch bereits in Episode III wieder zu verspüren war. Das Imperium ist eben zurück bzw. es wurde eben gerade geboren.
The Desparate Mission versetzt uns genau in jene Zeit der Jedi-Verfolgung, als das Imperium sich langsam als Terrorregime herausstellte und Inquisitoren sich der letzten Jedi und deren loyaler Freunde entgegenstellten. Die Dunkelheit steigt auf und hüllt alles und jeden in sich ein. Auch der ins Exil geratene Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi ist von dieser Dunkelheit befallen. Seine Hoffnung ist für ihn mit den letzten Jedi gestorben, doch so soll er die allerletzte Hoffnung der Jedi hüten, den Erben des Jedi-Ordens und Sohn des Auserwählten, Luke Skywalker. Eine Eingebung der Macht offenbart ihm jedoch, dass doch noch ein anderer Jedi lebt und dieser ist kein geringerer als der bereits aus Jedi-Quest bekannte Ferus Olin. Neben Ferus Olin trifft er jedoch auch auf einen anderen neuen alten bekannten, den jungen Boba Fett. Mit Ferus hofft Obi-Wan eine Möglichkeit gefunden zu haben, dem Imperium eines Tages die Stirn zu bieten. Zusammen müssen die beiden sich jedoch zunächst selbst vor den Schergen des Imperiums retten und da betritt auch ein neuer Feind die Bildfläche, Inquisitor Malorum, Darth Vaders Schützling. Wie genau diese Geschichte ausgehen wird, werden wir noch im Verlauf der Serie sehen. Der Einstieg lässt jedoch wieder hoffen, mehr noch als Jedi Quest zuvor, vielleicht braucht Star Wars diese Atmosphäre der Aussichtslosigkeit eben.