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Abwechslungsreich ist der Soundtrack dieses mit Stars wie Leonardo DiCaprio, Matt Damon und Jack Nicholoson besetzten "grandiosen Mafia-Epos" (Cinema), zu dem Regisseur Martin Scorsese (Taxi Driver, Wie ein wilder Stier) durch den dreiteiligen Hongkong-Triaden-Thriller Infernal Affairs inspiriert worden ist. Los geht es mit einer Konzertversion des Pink-Floyd-Klassikers Comfortably Numb, die Roger Waters und Van Morrison zusammen mit The Band anlässlich des Mitschnitts von The Wall - Live In Berlin (1990) eingespielt haben. Darauf folgt , welches The Beach Boys 1973 als letztes Stück für ihr Album Holland aufnahmen. Mit Let It Loose (von Exile On Main Street, 1972) setzt Martin Scorsese zum dritten Mal nach GoodFellas und Casino einen Titel der Rolling Stones in einem seiner Filme ein. Sensationell: Roy Buchanans Instrumental Sweet Dreams. Dem "besten unbekannten Bluesgitarristen", der 1988 verstorben ist, wäre zu wünschen, dass er - wenn auch zu spät - endlich die verdiente Aufmerksamkeit erfährt! Die Southern-Rock-Legende The Allman Brothers Band swingt sich live entspannt durch One Way Out (aus Eat A Peach, 1972). Das Kontrastprogramm liefern die oft als Beatles-Karikatur betitelten Badfinger mit harmonischem Gitarrenrock. Anschließend schickt die US-Formation Dropkick Murphys den kernigen Folkpunk I'm Shipping Up To Boston ins Rennen, der primär Pogues-Fans begeistern dürfte. Mit dem pulsierenden Beat Nobody But Me gelang The Human Beinz 1968 nicht nur ihr einziger Top-40-Hit, sondern Quentin Tarantino verwendete diese Coverversion eines Isley-Brothers-Liedes bereits bei Kill Bill Vol. 1! Der nostalgische Track Tweedle Dee bescherte 1954 der schwarzen Rhythm'n'Blues-Sängerin LaVern Baker ihre erste Chartsplatzierung. Den Song-Zyklus beendet die wunderschöne Ballade Sweet Dreams (Of You) - ein Erfolg aus dem Jahr 1963 für die legendäre Country-Sängerin Patsy Cline.
Die gut 45 Minuten klingen aus mit zwei Kostproben des Scores vom Kanadier Howard Shore (Der Herr der Ringe, Das Schweigen der Lämmer, Sieben). Für deren Interpretation konnte der ehemalige Saxophonist/Flötist/Organist/Sänger der Jazzrock-Truppe Lighthouse (Hit: One Fine Morning) exzellente Instrumentalisten gewinnen. The Departed Tango samt seiner Kastagnetten spielten der Avantgarde-Saitenkünstler Marc Ribot (Ex-Lounge-Lizards) an der Dobro und Simon-And-Garfunkel-Tourgitarrist Larry Saltzman zusammen ein. Das melancholische Beacon Hill indes trägt Sharon Isbin, deren Virtuosität als klassische Konzertgitarristin ihr unter anderem einen Grammy und Echo bescherte, allein vor! Fazit: Ein vielseitiger, in sich stimmiger Soundtrack. Thomas Hammerl
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