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The Death Defying Unicorn
 
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The Death Defying Unicorn

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4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Disk 1:
  Song Interpret Länge Preis    
Wiedergabe   1. Out of The Woods Motorpsycho & Staale Storloekken 2:40 EUR 0,89
Wiedergabe   2. The Hollow Lands Motorpsycho & Staale Storloekken 7:36 EUR 0,89
Wiedergabe   3. Through The Veil Motorpsycho & Staale Storloekken 16:01 Nur Album  
Wiedergabe   4. Doldrums Motorpsycho & Staale Storloekken 3:06 EUR 0,89
Wiedergabe   5. Into The Gyre Motorpsycho & Staale Storloekken 10:22 Nur Album  
Wiedergabe   6. Flotsam Motorpsycho & Staale Storloekken 1:33 EUR 0,89
Disk 2:
  Song Interpret Länge Preis    
Wiedergabe   1. Oh, Proteus - A Prayer Motorpsycho & Staale Storloekken 7:35 EUR 0,89
Wiedergabe   2. Sculls in Limbo Motorpsycho & Staale Storloekken 2:21 EUR 0,89
Wiedergabe   3. La Lethe Motorpsycho & Staale Storloekken 7:53 EUR 0,89
Wiedergabe   4. Oh, Proteus - A Lament Motorpsycho & Staale Storloekken 1:04 EUR 0,89
Wiedergabe   5. Sharks Motorpsycho & Staale Storloekken 7:56 EUR 0,89
Wiedergabe   6. Mutiny! Motorpsycho & Staale Storloekken 8:33 EUR 0,89
Wiedergabe   7. Into The Mystic Motorpsycho & Staale Storloekken 7:04 EUR 0,89
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Kundenrezensionen

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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Chefmaus 68 TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Puh - wo fange ich an? Jedem Progrock-Fan (von YES bis PORUPINE TREE) muss ich dieses Album ans Herz legen! Dem MOTORPSYCHO-Novizen empfehle ich, sich über einschlägige Internetseiten mit der über 20jährigen Historie der norwegischen Rocker vertraut zu machen - das würde hier den Rahmen sprengen. Genau so würde ich dem MOTORPSYCHO-Novizen Alben wie "Trust Us" oder "Black Hole / Blank Canvas" als Einstiegsdroge empfehlen. Denn "The Death Defying Unicorn" ist ein derartiger Brocken, dass er als Einstieg verschrecken könnte. Sich dann nicht weiter mit dem Werk zu beschäftigen, wäre ein Verlust für jeden Rockfan, der gerne mal über den musikalischen Tellerrand schaut und im Musikkosmos nach Sternen abseits des Mainstream sucht.

Ich zähle mich zu den Psychonauten (langjährigen MOTORPSYCHO-Fans) - und selbst mich hat dieses Rock-Monument beim ersten (und intensiven) Hören ins Sofa zurückgedrückt. Ich wollte in das Konzeptalbum eintauchen wie ins Meer und wurde zunächst von mannshohen Wellen zurück an den Strand gespuckt. Wo wir gleich beim Thema sind: inspiriert wurde diese musikalische Tour de Force unter anderem von Homers "Odyssee" und Herman Melvilles "Moby Dick". Wer der englischen Sprache kundiger ist als ich, mag mir gerne die Details dieser Havarie-Geschichte übersetzen - musikalisch jedoch kann man die sturmgepeitschte Hochsee mit nasskaltem Schiffbruch kaum besser bebildern.

Was geht musikalisch dabei ab? Zu allererst: progressiver Rock der alten Schule (erinnert zeitweise an die alten YES) - ergänzt um acht Jazz-Bläserinnen (Trondheim Jazz Orchestra) und ein Streicherensemble, die den Rahmen des Rock'n'Roll immer wieder sprengen in Richtung Jazz oder Kammermusik. Manchmal findet auch alles gleichzeitig statt.

Ein jazziges Instrumental-Intro ("Out Of The Woods") gibt einen ziemlich fiesen Opener, in dem sich die E-Gitarren einschleichen und schließendlich das gesamte Rock-Orchester mobilisiert wird und den dramatischen Grundton des Albums vorgibt ("The Hollow Land"). Ein trügerisch dezenter Gesangspart mit Akustikgitarre bläst alsbald zum Aufbruch bei stetig steigendem Wellengang: das Rock-Chaos nimmt seinen Lauf. Das 16minütige "Through The Veil" holt mit einem freejazzigen Intermezzo etwas Luft, nur um dann treibend an die Ruder zu gehen. Am Horizont zieht indes bereits der drohende Sturm auf; Rock und Jazz peitschen gemeinsam die kalte Gischt ins Gesicht, das Schiff gerät vorübergehend in das Auge des Sturms, doch die Stille trügt. Im Instrumental "Doldrums" singen die Sirenen ihr trügerisches Lied, um die Seefahrer in die Tiefe zu locken (hier macht das Album einen Ausflug in die Begleitmusik eines Soundtracks). "Into The Gyre" beginnt mit einer schönen, melancholischen Melodie (erstmals Melodie!). Was in diesen zehn Minuten passiert, klingt wie ein 40 Jahre altes Kleinod, das in YES-Archiven wiederentdeckt wurde; der Song wird nach 6 Minuten zu einem wirbelnden Mahlstrom, der letztlich die gesamte Mannschaft über die Planke gehen lässt. Im abschließenden "Flotsam" treiben die Überlebenden zu dem Klang einer einsamen Violine in der ruhigen See und klammern sich an die Trümmerteile ihres Schiffes.

Teil 2 dieses Epos nimmt einen kammermusikalischen Einstieg. "Oh, Proteus - A Prayer" beginnt wie ein Requiem - ein anschwellender Chor zu klagenden Streichern schafft eine Stimmung, die einen wie Blei hinunter in die Tiefsee ziehen will. Ein dunkler, fuzziger Bass drückt den Kopf unter die Wasseroberfläche, die beiden folgenden Intrumentals "Sculls In Limbo" und "La Lethe" malen mit nicht greifbaren Ambient-Klängen die dunkelblaue Unterwasserwelt vor Augen, wobei letzteres Stück mit anschwellender Dynamik und einem schön griffigen Saxophon-Solo nach fünfeinhalb Minuten so gerade noch erste Längen in der Story umschifft. Nach orchestralem Ausklang greift "Oh, Proteus - A Lament" noch einmal kurz das Klagelied vom Anfang auf, ehe sich die angejazzte Ballade "Sharks" fast lethargisch in ihr Schicksal ergibt. Schweineorgel, Bläser, Streicher und Band bäumen sich noch einmal auf und brechen sich in einem MOTORPSYCHO-typischen 70er-Jahre-Rocker Bahn ("Mutiny!"). Ab Minute 2:48 verneigen sich die Norweger mit einem wohlbekannten Song-Intro vor den großen Yes ("Changes", 1982) und ergehen sich in einem psychedelischen Gitarrensolo - denn was eingängig beginnt, muss ja nicht so beibehalten werden. Nach achteinhalbminütigem Dampf im Kessel geht "Into The Mystic" auf die Zielgerade, greift noch einmal das anfängliche Thema von "The Hollow Lands" auf, um mit einem versöhnlich optimistischen Paukenschlag recht abrupt zu enden.

"The Death Defying Unicorn" ist ein Konzaptalbum im besten, klassischen Sinne und holt die Progrock-Tradition der 70er Jahre mühelos und klischeefrei ins 21. Jahrhundert. Im musikalischen Gesamtkonzept gerät die stilistische Einordnung völlig zur Nebensache. Daher können die Richtungen Rock, Jazz und Kammermusik auch so hervorragend neben- und miteinander bestehen. Das Album hat eine sehr eigene Grundstimmung, die konsequent beibehalten wird - und das alles ohne breitflächige Keyboardteppiche und Elektronikspielereien, die heutzutage im Neo-Progrock gern alles einebnen und zukleistern.

Das Album besticht zweifellos vor allem als Gesamtwerk: ein irrwitziges Monument, eine Hommage an die Musik, die sich nicht anbiedert, eine musikalische Vision, die hier kompromisslos ins Leben gerufen wurde, ohne kommerziell gefallen zu wollen. Und so kann man es lieben oder hassen - das bleibt Geschmackssache, aber wem es gelingt, sich auf dieses Brett einzulassen, dem zaubert es ein Strahlen aufs Gesicht: virtuos, phantasievoll und hochklassig ist dieser Rock-Soundtrack allemal, und das muss im großen Musikzirkus erst mal einer nachmachen. Die Zeit muss es zeigen, aber ich kann mir vorstellen, dass dieses Werk das Zeug zum Meilenstein hat. Also: unbedingt anhören - aber bitte nicht die Schwimmweste vergessen! Sail on, psychonauts!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Meine Güte! 10. Februar 2012
Von K. Anders
Format:Audio CD
Das neue Album von Motorpsycho lässt einen irritiert fragen, warum Bands, die einst gute Konzeptalben gemacht haben, eigentlich damit aufgehört haben, wenn es doch hörbar so viel Spaß macht. An wen man auch alles erinnert sein mag (die irren Sounds der alten Yes-Platten seien wenigstens erwähnt), es spielt letztlich keine Rolle, denn das Ergebnis ist weder eklektisch noch abgegriffen. Es ist großartig. Ein waschechtes Motopsycho-Album das doch laufend mit herrlichen Wendungen überrascht, leidenschaftliche Saxophonsoli geleiten einen über orchestrale Gebirge, um einen dann an Gitarrenriffs lustvoll abstürzen zu lassen - nicht ohne einen zart wieder aufzufangen. Die Kollaboration mit Ståle Storløkken sowie den Trondheimer Jazz- und Streichensembles ist eine echte (und lang ersehnte) Bereicherung. Am Ende muss man geradezu über den fast lakonischen Schluss lachen. Wie verhindert man Pathos? Mit Klarheit. Meine Güte! Allen beim Hören eine gute Reise!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die pure Wonne 10. Februar 2012
Von kyjoi
Format:Audio CD
Motorpsycho bleiben unkorrumpierbare Vollblutmusiker und neben ihrem unglaublichen Output ist es eine echte Freude, dass sie nach mehr als 20 Jahren noch besser und besser werden. Mir fällt partout keine andere Band ein, bei der das der Fall ist, und daher meinerseits die tiefste Verbeugung vor so viel musikalischer Lust, Experimentierfreude und Inbrunst. Hätten Led Zeppelin, die Beach Boys, oder wer auch immer durch MP seine zeitlose Auferstehung erfährt, je den Plan gefasst zusammen eine Art zweites "Thick as a Brick" oder ein anderes Konzeptalbum dieses Kalibers zu produzieren: Motorpsycho haben gezeigt, wie es geht, und das ohne anachronistisch zu klingen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Vorsicht !
Leider kann ich die allgemeine Euphorie (und die gibt es nicht nur hier auf AMAZON) nicht recht nachvollziehen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Jürgen Freyer veröffentlicht
Motorspycho sind sehr wahrscheinlich wahnsinnig!
Aber Wahnsinn und Genie haben sich ja immer schon gerne gepaart.

Der Wahnsinn liegt grundsätzlich in dem Unterfangen: Heute ein solches Album einzuspielen, kann... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von FROSTBOX veröffentlicht
Moderne Klassik und traditioneller Rock machen Hightime!!
Bisher ungehörte Verbindung Jam-lastiger, 1970's artiger Rockmusik, die Songwriting, Arrangement und Virtuosität kann aber damit nicht angibt, das Wissen um... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von udbert veröffentlicht
Es lebe das dem tode trotzende Einhorn
Bisher hatte ich MOTORPSYCHO nicht unbedingt auf meiner Lieblingsliste stehen.Doch was auf ihrer aktuellsten CD zu hören ist,ist so großartig,daß man gleichzeitig... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Fudy veröffentlicht
12 von 11 möglichen Punkten .....
... so müssen es leider die nur maximal möglichen 5 Punkte bleiben!!! Auch wenn die Vorrezensenten immer wieder Prog- und Artrockvergleiche ziehen: Dieses Album ist mit... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Uncle Tupelo veröffentlicht
Whoa!
Es ist von den bisherigen Rezensenten eigentlich alles zu dem Album gesagt/geschrieben worden, was es zu sagen gibt. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von qmart veröffentlicht
Hurra!!!!
Eigentlich wurde hier alles schon gesagt. Darum fasse ich mich kurz und erzähle ein wenig drum herum. Mich hat der Motorpsychovirus erst 2011 gepackt. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Jacques veröffentlicht
Männer können seine Gefühle nicht zeigen !
Tja,das war der Titel der Fishmobplatte mit dem grandiosen Stück Bonanzarad !
Und was hat das in einer Rezi zur neuen Motorpsycho Platte zu suchen ? Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Peter Teßmer veröffentlicht
absolut abgefahren !
Als Liebhaber zu Prog und (häufiger?) Grenzgänger zu Metal hatte ich Motorpsycho schon öfter auf dem Schirm; zuletzt mit "Heavy Metal Fruit". Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von M. Dilger veröffentlicht
Dem bisher gesagten...
...ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Ein unglaubliches, faszinierendes, rührendes, treibendes, verstörendes, tröstendes, gewaltiges... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Lindbaer veröffentlicht
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