Wer reine blutige Action sucht, dem dürfte dieser Film zu "langweilig" sein. Zugegeben: Längen hat der Film, aber dennoch ist er um Längen besser als so manch stumpfsinniger, bluttriefender Zombie-Streifen der Filmgeschichte. Das soll zwar nicht heißen, dass der Film nicht eine ordentlichen Anteil Splatterszenen zu bieten hätte, aber diese sind niemals Selbstzweck sondern Teil eines recht anspruchsvollen Gesamtwerks, dass eher an einen Festivalfilm erinnert als an Resident Evil oder Romero-Filme...
Besonders positiv hervorzuheben sind die sehr gelungenen Bildkompositionen, die einen stimmigen Wechsel aus Zombieszenen, Landschaftsaufnahmen und ruhigeren, nachdenklicheren Momenten darstellen. Die Emotionen der beiden Hauptfiguren sind sehr überzeugend dargestellt...Nein, dies ist nicht Milla Jovovic auf Zombiejagd... Wir sehen hier zwei glaubwürdige Menschen, denen man den Verlust und das Leid, das sie umgibt, ansieht und abnimmt...
Durch das afrikanische Setting erhält der Film einen zweiten Kontext, nämlich dass es einen hohen Preis haben kann, sich in die inneren Angelegenheiten dieses Kontinents einzumischen, nur um dann feige abzuhauen...
Wer einen reißerischen Actionfilm mit heftigen Szenen erwartet, sollte einen großen Bogen um den Film machen. Wer einen etwas anderen Zombiefilm sucht, der mehr ist als eine Aneinanderreihung von Splattereffekten, dem sei dieser Film ans Herz gelegt...
Eimnen Punkt Abzug gibt es allerdings für die eher unterdurchschnittliche Bildqualität, die besonders in dunklen Szenen zu wünschen übrig lässt...