Aus der Amazon.de-Redaktion
Dark Side Of The Moon, 1973 veröffentlicht, gehört zu den Platten, die jede nachwachsende Generation wieder aufs neue für sich entdeckt. Diese komplexe, psychedelische Musik funktioniert deshalb so gut, weil Pink Floyd sich alle Zeit der Welt läßt. Die meisten Songs haben langsame bis mittlere Tempi, allergrößter Wert wird auf Stimmung und musikalische Struktur gelegt. Die Soundeffekte auf Songs wie "On The Run", "Time" und ganz besonders auf "Money" (Tonband-Loops von klingenden Münzen und Ladenkassengeklingel, die aufs Feinste in den Beat eingewoben sind), sind umso beeindruckender, wenn man bedenkt, daß im Jahre 1973 die digitale Aufnahmetechnik noch in weiter Ferne lag. Floyds wohl beste Platte und der perfekte Einstieg, für solche, die die Band erst jetzt kennenlernen. --Genevieve Williams
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Die psychedelisch beeinflußte britische Band landete 1973 auf der dunklen Seite des Mondes. Dank Studio-Astronaut Alan Parsons wurden Traumsongs wie Money, Breathe oder das pulsierende Time klangtechnisch zur Sternstunde, die weltweit mehr als 15 Millionen Käufer fand.
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Stereoplay
Bei MFSL muß es immer etwas Besonderes sein. Mit ihrer "Original Master Recording"-Serie setzte die kalifornische Firma audiophile Glanzlichter in der Analog-Ära. Drei Luxus-Editionen mit dem Repertoire Frank Sinatras, der Beatles und der Rolling Stones unterstrichen den Rang des Exklusiven. Der Siegeszug der CD zwang die HiFi-Freaks an der amerikanischen Westküste zum Umdenken. Fünf Jahre nach der Taufe des neuen Tonträgers ist nun das digitale Renommier-Produkt von MFSL serienreif: die "Ultradisc" in 24karätigem Gold. Sie Super-CD, die im Handel zirka 70 Mark kostet, veredelte bislang nur zwei Sampler (einmal Klassik, einmal Jazz). Jetzt fahren die Kalifornier schwere Geschütze auf: Ein Paket mit sieben Goldtalern liegt vor, darunter fünf Pop-Aufnahmen, von denen mindestens zwei handfeste Klassiker sind. Das Paradestück der MFSL-Serie ist ohne Zweifel Pink Floyds "Dark Side Of The Moon" (MFSL UDCD 517, Vertrieb: in- akustik, 7801 Ballrechten-Dottingen, 1973, AAD, 42:58, I:10, K:9, R:10). Gerade hier, bei einer mustergültigen Pop-Analogaufzeichnung, zeigt der mit dem CD-Mastering beauftragte Krieg Wunderlich, daß Kunst oft das Gegenteil von Klotzen ist. Im Vergleich mit der handelsüblichen EMI-CD tönt in "Time" der legendäre Wecker weit weniger schrill, das Schlagzeug im Herztakt klopft weniger aufgeregt. Die Registrierkasse in "Monney" klingelt nicht so gierig, und die Orgel von "Eclipse" wallt weniger aufgewühlt. Dafür sind aber die von Roger Waters und Tonmeister Alan Parsons ausgetüftelten Sound-Effekte viel genauer aufgefächert, was den beabsichtigten Gruseleffekt eher steigert. Das Rauschen am Anfang von "The Great Gig In The Sky" - dem auch die MFSL-Techniker nicht beikamen - tönt weniger aufdringlich, und der energische Baß von "Money" hat auf der "Ultradisc" viel mehr Biß und knackige Frische. Insgesamt dominiert ein für Digitalscheiben ausgesprochen ungewöhnlicher Klangeindruck: weiche Konturen, kompakt-elastischer Sound, federnde Bässe, dezente Höhen. Eine ähnliche Diagnose läßt sich auch dem zweiten Supertitel im "Ultradisc"- Katalog stellen. Supertramps "Crime Of The Century" (UDCD 505, Vertrieb: in-akustik, 1974, AAD, 44:16, I:10, K:9, R:10) kursiert bereits in einer exzellent überspielten Handelversion von A & M. Bei MFSL ist weder das Bandrauschen weggenommen, noch schüchtert die berühmte Mundharmonika stärker vor der "School" ein. Doch spätestens beim Titelstück liegt Gold eindeutig vor Silber: Viel runder, ausgeglichener und damit harmonischer ist die Klanglandschaft angelegt, die Stimmen tönen nicht so grell, das Schlagzeug gibt dem "Jahrhundertverbrechen" viel mehr Schicksalsschwere. Weniger spektakulär klingt da die Gold-CD von Huey Lewis' Erfolgsalbum "Sports" (UDCD 509, Vertrieb: in-akustik, 1984, AAD, 37:40, I:9, K:7, R:9). Der unkomplizierte Rock'n'Roll des Sängers mit dem Herzen auf dem rechten Fleck ist zwar produktionstechnisch mit allerlei modernen Studio- effekten aufpoliert - dem höhenlastigen, ziemlich engen Klangbild tut das nur wenig Abhilfe. Immerhin tönen Hits wie "The Heart Of Rock'n'Roll", "Heart And Soul" und "I Want A New Drug" jetzt etwas dynamischer, lufti- ger, in den Bässen straffer und den Höhen weniger aufdringlich. Nicht zu verachten ist auch das rockige Weihnachtsständchen, zu dem sich eine schwindelerregende Zahl von Superstars versammelte. Sting, Bruce Spring- steen, U 2, die Pretenders, die Eurythmics, Madonna, Bob Seger, Alison Moyet, die Pointer Sisters, Bon Jovi, Bryan Adams, John Cougar Mellencamp, Whitney Houston, Stevie Nicks und Run D.M.C. machen die schöne Bescherung von "A Very Special Christmas" (UDCD 508, Vertrieb: in-akustik, 1987, AAD, 51:11, I:6-9, K:7-9, R:9) zum Goldsegen, über den sich bei einigen Stücken auch der CD-Spieler freut. Weiter im MFSL-Katalog sind die "Ultradiscs" "Will Power", Joe Jacksons verunglückter Abstecher ins Symphonische (UDCD 503), die Aufnahme "Hot Dawg" von dem amerikanischen Mandolinenvirtuosen David Grisman (UDCD 506) und eine Geräusch-Platte für Soundfreaks, "The Power And The Majesty" (UDCD 504). Einige der hier vorgestellten Goldtaler sind in Hüllen mit Servierautomatik verpackt, so daß man beim Entnehmen der CD nicht mehr auf die Federzungen in der Mitte drücken muß.
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kulturnews.de
Schon kurz nach Erscheinen 1973 gab es eine quadrofonische Fassung dieses legendären Stücks Popmusik, zum 20. erschien sie neu auf CD, und jetzt - zum 30. - als Hybrid-SACD (mit zusätzlicher normaler Spur), gesplittet auf sechs Kanäle. Ehrlich: "Dark Side" mit ihrer Räumlichkeit und dem verschleppten Tempo ist die ideale Platte für technische Updates. Es gab eine Zeit, da hörte ich sie allabendlich zum Einschlafen, von Kassette, nicht von LP. Zum einen mied ich so das Risiko einer versagenden Endabschaltung, welche die Nadel ruiniert hätte, zum andern konnte ich den kontraproduktiven Wecker auf "Time" wegschneiden. Ein Sakrileg, klar. Aber geschlafen habe ich gut. Diese Platte wieder zu hören - das ist nun wie die Begegnung mit dem besten Freund von früher, der auf magische Weise der alte blieb. Nein: Er sieht sogar besser aus als damals, man kann jedes Fältchen in seinem Gesicht erkennen. In "Us and them" raunt es plötzlich enigmatisch aus dem Off "Short, sharp, shocked", und viele Jahre später nannte die US-Songwriterin Michelle Shocked sich selbst und ein ganzes Album nach dieser einen versteckten Zeile. Das, meine Damen und Herren, ist Einfluss. (mw)
Produktbeschreibungen
Super Audio CD, SACD, Remastered, 5.1; Tracks: Speak To Me 1:08 / Breathe 2:48 / On The Run 3:50 / Time 6:49 / The Great Gig In The Sky 4:47 / Money 6:23 / Us And Them 7:48 / Any Colour You Like 3:25 / Brain Damage 3:47 / Eclipse 2:11