Aus der Amazon.de-Redaktion
Nach dem bereits beachtlichen Erfolg von Batman Begins schwingt sich Christian Bale erneut als der schwarze Rächer durch die düsteren Straßen von Gotham City. War schon der erste Teil, in dem Regisseur Christopher Nolan (Memento) den Mann im Fledermauskostüm in Szene setzte, ein filmisches Kleinod, so ist The Dark Knight schlicht ein Meisterwerk, das zudem Heath Ledger in seiner letzten, Oscar gekrönten Rolle eindrucksvoll ein Denkmal setzt. Dabei ist The Dark Knight weit mehr als nur ein gewöhnlicher Superhelden-Film: Der Film ist die psychologische Auseinandersetzung mit dem Bösen, auch in sich selbst. Nicht nur Gotham City, sondern auch Batman – verfolgt von den eigenen Dämonen - steht am Abgrund. In Angesicht des Wahnsinns und der Allgegenwärtigkeit des Bösen, wahrlich Furcht erregend verkörpert vom Joker, fangen auch die Guten an, die Regeln zu missachten. Vor allem Harvey Dent sieht sich mit dem Dilemma konfrontiert, Gutes tun zu wollen, aber dafür moralische Grenzen außer Kraft setzen zu müssen.
Trotz all der Action- und Comic-Elemente bleibt Nolans filmische Vision des Bösen dabei erschreckend real. Dies ist natürlich vor allem auch Heath Ledger verdanken, der in seiner Rolle den schieren Wahnsinn auslebt und die Stimmung des Films vorgibt: Die Welt ist ein dunkler, gefährlicher Ort, an dem jede Entscheidung die falsche sein kann. -- Birgit Schwenger
Kurzbeschreibung
Unterstützt von Lieutenant Jim Gordon und Staatsanwalt Harvey Dent setzt Batman sein Vorhaben fort, das organisierte Verbrechen in Gotham endgültig zu zerschlagen. Das Dreiergespann erweist sich als effektiv. Doch bald sehen Sie sich einem genialen, immer mächtiger werdenden Kriminellen gegenübergestellt, der als Joker bekannt ist: Er stürzt Gotham in ein anarchisches Chaos und zwingt Batman immer näher an die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Rache. Heath Ledger ist als Batmans Erzfeind Joker zu sehen und Aaron Eckhart spielt Dent. Maggie Gyllenhaal übernimmt die Rolle der Rachel Dawes. Zurückgekehrt aus Batman Begins sind Gary Oldman als Jim Gordon, Michael Caine als Alfred und Morgan Freeman als Lucius Fox.
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Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Wenngleich das Bild etwas zu dunkel ausfällt, überzeugen die Ansichten doch durch eine runde Farbstärke und Rauschfreiheit. Mit der Kompression und den Kontrasten hapert es stellenweise ein wenig. Der Sound der Disc macht diese kleinen Schwächen aber locker wieder gut, denn die Actionszenen und der Soundtrack bringen den Raum gewaltig zum Beben. Wer auf Extras aus ist, der sollte sich eine Special Edition gönnen, denn auf dieser Scheibe sind keine vorhanden.
Bild: Wunderbar rund und mit warmen Farben ausgestattet flutet das Bild der DVD die Augen des Zuschauers. In Innenszenen wirken die Ansichten allerdings einen Tick zu düster (Gesicht bei 00:19:50 oder Bart bei 00:24:42), was sich auch auf die Schwarzwerte in dunklen Einstellungen auswirkt. Hier hat man das Gefühl, das übermächtige Schwarz würde zu viel Kontur und Material verschlucken (Umhang auf Hausdach, 00:25:22) Die Schärfe gibt sich angenehm, wobei man wahrhaft anspruchsvolle Werte erst mit der Bluray erwarten darf. Gerade auf Distanz verlieren sich zwar keine Details, dennoch wirken Gesichter etwas weich. Rauschen stört das Bild zu keinem Zeitpunkt, nur hin und wieder zeigen sich leichte Kompressionsprobleme wie Vibrieren von feinen Mustern und Linienführungen (Hochhäuser, 00:30:45 oder Anzugkragen, 00:31:28) oder winzige Pixel in dem ein oder anderen nicht perfekt ausgeleuchteten Gesicht. Damit einen diese kleinen Schwächen stören können, muss man aber schon sehr genau hinschauen. Unterm Strich überzeugt die DVD, auch wenn die Bilder insgesamt ein wenig zu dunkel wirken und die Schärfe auf Distanz etwas aufweicht. Man darf sich auf die Bluray freuen, denn die DVD verheißt schon mal Gutes.
Ton: Schon die ersten Szenen beweisen, was der Sound dieser DVD alles drauf hat. Die Paukenschläge im Soundtrack dröhnen so profund und bewegen den Subwoofer so dermaßen kraftvoll, dass man das Gefühl hat, den Boden unter den Füßen weggezogen zu bekommen (00:01:41). Und das war nur der Auftakt zu einem furiosen Feuerwerk aus erschlagenden Effekten und bombastisch bewegendem Score. Hinzu kommt eine große Bandbreite an natürlichen Kulissensignalen und ausgeklügelten Detailgeräuschen. Richtungsdynamiken sind nicht nur an der Tagesordnung, sondern breiten sich im Minutentakt, in Actionszenen gar viertelsekündlich aus. Besonders die enorme Basskraft geht dabei beständig in die Magengrube, für welche der knapp zweieinhalbstündige Filmgenuss das reinste Fitnesstraining bedeutet. Sprachlich geben sich alle Fassungen äußerst kernig und natürlich, wobei das Original mit einigen zusätzlichen Stimmfacetten aufwartet, die vor allem leise Details wie Flüstern oder Schmatzen besser übertragen. Im Angesicht der gewaltigen Effekte und des voluminösen Soundtracks hätten die Stimmen fast einen Tick kraftvoller ausfallen können. Insgesamt bleibt ein tief sitzender Eindruck zurück, der hauptsächlich aus den umwerfenden Effekten und Musikstücken resultiert. Das geht in Mark und Bein.
Extras: Diese Fassung enthält keinerlei Extras. Bei den zahlreichen Special-Editions sieht das selbstverständlich anders aus. Von der herabgesetzten Gesamtwertung sollte man sich nicht von optischer und akustischer Qualität ablenken lassen. --movieman.de
MovieGod.de
Regisseur und Co-Autor Christopher Nolan schuf mit seinem großartigen Batman Begins eine psychologische Auseinandersetzung mit der Figur des anonymen Rächers, dessen Kampf gegen das Böse vor allem ein Kampf gegen den Abgrund war, an den sein Ehrenkodex zu geraten drohte.
In The Dark Knight gerät die ganze Stadt an diesen Abgrund. Der Joker macht sich einen Spaß daraus, seine zahlreichen Opfer nicht einfach zu töten, sondern sie in Ecken zu drängen, aus denen sie nur heraus kommen, indem sie ihre moralische Überlegenheit gegenüber diesem psychopathischen Mörder aufgeben. Ledger spielt ihn mit der Intensität eines verwundeten Tieres, die ihn zum perfekten Gegner für Christian Bales Batman macht.
Ebenfalls aus dem bis in kleinste Nebenrollen umwerfend bestückten Ensemble heraus sticht Aaron Eckhart. In seiner Rolle als Staatsanwalt Harvey Dent personifiziert er das Dilemma der Menschen, die Gutes tun wollen, doch deren Werte angesichts des wuchernden Wahnsinns, der Allgegenwärtigkeit des Bösen, immer weiter an ihre Grenzen stoßen.
Das Genre der Comicverfilmungen ist erwachsen geworden. Mit The Dark Knight erhält eine der spannendsten Figuren des Comic-Mainstreams ein weiteres spektakuläres Zelluloid-Denkmal. Christopher Nolan packt eine psychologisch komplexe Geschichte in ein lautes, spannendes Gewand und scheut sich nicht, Handlungsfäden tragisch enden zu lassen, wo die Geschichte es erfordert.
Nicht zuletzt Nolans Mut zu Überraschung und Ambivalenz macht The Dark Knight zum besten Film eines großartigen Kinosommers.
Filmkritik von Felix "Flex" Dencker


